Gewinnspiel

Alpen: Die Gewinner der Weihnachtsaktion des Werberings

Kinder des Evangelischen Familienzentrums haben diesmal die Gewinner der Weihnachtsverlosung des Werberings gezogen. Als Lohn gab’s einen Scheck für das neue Piratenschiff im Sandkasten.

Kinder des Evangelischen Familienzentrums haben diesmal die Gewinner der Weihnachtsverlosung des Werberings gezogen. Als Lohn gab’s einen Scheck für das neue Piratenschiff im Sandkasten.

Foto: RP

Alpen.  Alpener Kinder ermitteln per Ziehung die Preisträger der Weihnachtsaktion des Werberings. Nur noch 20 Geschäfte haben diesmal mitgemacht.

Ein Gewinner stand schon vorher fest: Die Kinder des Evangelischen Familienzentrums Im Dahl-acker. Die hatte der Werbering diesmal ausgeguckt, die Gewinnlose der Weihnachtsaktion aus der großen Trommel zu ziehen. Als Belohnung gab’s für die Kleinen einen großen Scheck über 200 Euro. Dieses Geld, das dem Förderverein überwiesen wird, bringt den Kindergarten ein Stück näher an die Erfüllung des Wunsches, den Spielturm im Sandkasten zum Piratenschiff umzubauen.

Freuen können sich auch die 50 Gewinner, deren Stempelkarten die Kinder gezogen haben und die bald Post bekommen mit der Nachricht, wie viel ihr Einkaufsgutschein wert ist, der für sie bereitliegt. Die Spanne reicht von zehn bis 150 Euro.

Gewinnspiel in Alpen: 1610 Euro kommen unter die Leute

Schon bei der Nikolaus-Ziehung sind Warengutscheine für den örtlichen Einzelhandel im Wert von 1500 Euro unter die Kunden gebracht worden. Die Gewinner wurden schriftlich über ihr Glück informiert. Nun kommen noch einmal 1610 Euro unter die Leute, die vor Weihnachten in Alpen eingekauft und Stempel gesammelt haben. Für je 2,50 Euro gab’s einen Werbering-Stempel aufs rote Kärtchen, das mit zehn Abdrücken im Gegenwert von 25 Euro voll war und zur Teilnahme berechtigte.

Das alte vorweihnachtliche Rabattspiel hat Hans Bongen (76), heute Ehrenvorsitzender des Werberings, vor 40 Jahren als Marketingaktion eingeführt. Mit großem Erfolg. Sonst hätte es sich kaum so lange gehalten. „Es kommen in der Vorweihnachtszeit immer noch viele Kunden und fragen gezielt nach den Stempelkärtchen“, erzählt seine Tochter Verena Bongen-Schroller. Rund 3000 davon landeten in der Lostrommel. Eine erfreuliche Zahl.

Weniger erfreulich ist für die Verantwortlichen im Werbering-Vorstand eine andere Zahl. Nur noch 20 Geschäfte haben sich diesmal an der Aktion beteiligt, acht weniger als im Vorjahr. Ein schmerzliches Indiz dafür, dass immer mehr Läden im Ort ihre Tür abschließen und der Einzelhandelsstandort so insgesamt an Attraktivität einbüßt. In besten Zeiten waren mal 50 Geschäfte dabei.

Werbering Alpen mahnt: Belebung des Ortskerns erfolgt viel zu langsam

„Es muss dringend was passieren, um den Negativlauf zu stoppen“, sagt Bongen. Er setzt in erster Linie auf den vom Rat beschlossenen Investorenwettstreit für den Willy-Brandt-Platz und hier vornehmlich auf die Ansiedlung eines Drogeriemarktes im Schlepptau eines attraktiven Vollsortimenters: „Allein mit Sozialwohnungen holen wir das Leben nicht in den Ortskern zurück.“ Und auf dem Adenauerplatz dürfe dann „keine Ruine“ zurückbleiben.

Die Vize-Vorsitzende der Alpener Geschäftsleute, Birgit Muth, geht die Belebung des Ortskerns indes „viel zu langsam“. „Irgendwann ist keiner mehr da“, sagt sie. Mit der Lindenbuchhandlung sei ein weiterer wichtiger Mosaikstein weggebrochen. Bis der angestrebte Magnet Zugkraft entwickeln könne, würden sicher noch zwei Jahre ins Land gehen. „Ein Überlebenskampf für die, die noch da sind.“ Vom schleppend vorangehenden Stadtumbau versprechen sich die Geschäftsleute kaum Impulse. „Ein schöner Brunnen lockt niemanden in den Ort“, sagt Verena Bongen-Schroller. „Was nützt das schönste Wohnzimmer, wenn keiner kommt.“ Viel mehr fürchten Ladenbesitzer Schritttempo auf der Burgstraße.

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