Kiesabbau

Alpener Bürger machen weiter Druck

Die Meinung der Alpener gegen den Kiesabbau ist klar.   

Die Meinung der Alpener gegen den Kiesabbau ist klar.   

Foto: CS

Alpen.   Am Mittwochabend gründete sich die Bürgerinitiative Kiesgegner Alpen/Millingen – mit Denise Cleve und Marion Böhnke an der Spitze.

Die Bürger in Alpen und Millingen bleiben auch nach Abgabe der Widersprüche gegen den geplanten Kiesabbau beim Regionalverband Ruhr am Ball: Am Mittwochabend gründete sich in der „Burgschänke“ in Alpen wie geplant eine Bürgerinitiative mit Denise Cleve als Pressesprecherin und Marion Böhnke als Schriftführerin an der Spitze.

Zum erweiterten Vorstand gehören auch Stefanie und Mathias Schuscik, Ellen und Werner Verhoeven und Fine Schwäger. Zur Gründungsversammlung kamen rund 50 Bürger. „Eine gute Resonanz“, wie Denise Cleve gestern im Gespräch mit der Redaktion betonte. Auch die Alpener Politik zeigte sich solidarisch: Bis auf die SPD hatten die Parteien jeweils einen Vertreter entsandt: Für die Grünen war Peter Nienhaus vor Ort, für die CDU Hermann Terboeven und für die FDP Anna-Marie Hommen. „Unser Ziel ist es, die Menschen weiter auf dem Laufenden zu halten“, so Cleve“, „sie beispielsweise auch gegenüber den Landesentwicklungsplan zu sensibilisieren.“ Mit Spannung blickt die Bürgerinitiative schon auf den kommenden Monat, wenn das Gutachten zu einer möglichen Klage der hiesigen Kommunen und des Kreises Wesel gegen den Regionalplan vorliegt. Mitte Juli soll dann der Landesentwicklungsplan verabschiedet werden. Im Mittelpunkt der Arbeit der Bürgerinitiative steht in den nächsten Wochen zunächst einmal die Frage, wie hoch der Bedarf an Kies in der Region ist. Zudem will man, so Cleve, den Niederrheinappell des Nabus von 2008 gegen den Kiesabbau „neu aufzulegen und zukunftsfähig zu machen“. Am Sonntag will sich die Bürgerinitiative – bei der Gründungsversammlung waren bereits Mitglieder der Bürgerinitiativen aus Sonsbeck und Rees aufmerksame Zuschauer – mit anderen Bürgerinitiativen vom Niederrhein austauschen. Unter anderem ist die Bürgerinitiative Wickrather Feld in Kamp-Lintfort sehr aktiv. Das nächste Treffen der Kiesgegner aus Alpen und Millingen ist dann für den 4. April geplant.

Infostände in Alpen

Auch beim Spargelmarkt am 28. April sowie regelmäßig bei den Wochenmärkten in Alpen wollen Cleve & Co. mit einem Infostand vertreten sein, um weitere Unterschriften gegen den Landesentwicklungsplan zu sammeln. Wer Fragen hat und sich informieren will, kann weiterhin eine Mail an kiesabbau-alpen@gmx.de schicken. Auch über die Facebookseite gibt es regelmäßig Informationen.

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