Schule

Alpens Schulwelt ist derzeit gut aufgestellt

Alle Jahrgangsstufen der Grundschule sind derzeitig stabil dreizügig. Die einstige Anmeldekrise scheint überwunden.

Alle Jahrgangsstufen der Grundschule sind derzeitig stabil dreizügig. Die einstige Anmeldekrise scheint überwunden.

Foto: Peter Steffen / dpa

Alpen.  Die Schulleiterinnen der beiden Grundschulen und der Sekundarschule traten mit positiven Berichten vor den Alpener Schulausschuss.

Grund zur Sorge gibt es in Sachen Bildung in Alpen derzeit nicht. Diesen Eindruck vermittelten zumindest die Schulleiterinnen der Grund- und Sekundarschule im jüngsten Schulausschuss. Ihre Berichte fielen fast ausschließlich positiv aus. Die Anmeldezahlen stimmen, die Sanierungen der Klassenräume liegen entweder in der Zeit oder sind sogar abgeschlossen, nur die personelle Lage an der Sekundarschule gibt Claudia Kühn zu denken. Nachdem Schulleiter Tilman Latzel die Schule im Sommer verlassen hatte, übernimmt Kühn auf unbestimmte Zeit die kommissarische Leitung. Für den „geräuschlosen Übergang“ gab es viel Lob von der Alpener Politik. „Sie haben das sehr professionell gemanagt“, waren sich alle Fraktionen einig.

404 Schüler besuchen die Sekundarschule derzeit. Die Zahl der „Kinder mit Fluchterfahrung“ sei stark zurückgegangen, berichtete Kühn. Bis auf zwei Ausnahmen in Klasse 7 und 9 sind alle Jahrgangsstufen dreizügig. Die Spuren der einstigen Anmeldekrise scheinen längst überwunden. Sorgen bereite der kommissarischen Schulleiterin aber der hohe Krankenstand im Kollegium. Weil zu wenige Lehrer einsatzbereit sind, fällt der Sport- und Förderunterricht am Donnerstagnachmittag aus. An der Grundschule zum Wald wurden für das kommende erste Schuljahr 47 Kinder angemeldet. Die fortlaufende Zweizügigkeit, die zwischen 36 und 43 Schülern pro Jahrgang liegt, ist damit gesichert. 53 Kinder besuchen den Offenen Ganztag (Ogata), weitere 53 die Halbtagsbetreuung. „Auch die frühe Betreuung ab sieben Uhr morgens wird sehr gut angenommen“, betonte Schulleiterin Ursula Ledermann im Ausschuss. 28 Kinder nehmen diese in Anspruch. An den Kooperationen mit der Dommusikschule Xanten oder der Sekundarschule wolle man zukünftig weiterhin festhalten. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt im Unterricht an der Alpener Grundschule eine zunehmend größere Rolle. Letzte Woche startete ein neues Projekt. Einmal im Monat arbeiten die Kinder zu gewissen Umweltthemen, wie Tiere und Pflanzen vor der eigenen Haustür, Wälder oder skizzieren den Weg der Lebensmittel nach. Diese Projekte werden bei einem Markt der Möglichkeiten im Juni 2020 präsentiert.

Digitaloffensive hakt noch

Überwiegend Positives hatte auch Anette Krömker, Rektorin der Wilhelm-Koppers-Grundschule Menzelen-Veen, zu berichten. 23 Schüler werden im nächsten Jahr am Veener Standort eingeschult, weitere 22 Erstklässler am Standort in Menzelen. Mit neun Lehrkräften können alle Fächer angeboten und abgedeckt werden. In Menzelen gehen 27 Kinder in die Ogata, 38 in den Halbtag. In Veen nutzen 13 Kinder den eingeführten Halbtag, 16 den Ganztag. An der Umsetzung der Digitaloffensive NRW hapere es aktuell aber noch ein bisschen. „Wir sind dabei unser Medienkonzept zu überarbeiten. Die digitale Infrastruktur ist in Menzelen aber noch nicht so vorhanden, da brauchen wir Unterstützung von der Gemeinde“, erklärte Krömker. Die Umbaumaßnahmen am Gebäude am Standort Menzelen sind zudem abgeschlossen. Nur beim Schulhof gebe es noch Sanierungsbedarf. Krömker: „Bei Regen kann man das Seepferdchen auf dem Schulhof machen. Die Sicherheit ist nicht vollständig gegeben.“

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