Nachgefasst

Alte Bürgermeisterei Xanten-Wardt: „Verkauf wäre falsch“

Die Alte Bürgermeisterei ist in der Diskussion

Die Alte Bürgermeisterei ist in der Diskussion

Foto: wer

Xanten.   Die BBX-Fraktion fordert ein Verkaufsverbot für Alte Bürgermeiterei in Xanten-Wardt. Die politische Debatte hält weiter an.

Die Kommunalpolitik streitet über die Zukunft der Alten Bürgermeisterei Wardt. Nachdem die CDU beantragt hat, dass die Verwaltung auch einen Verkauf des historischen Gebäudes prüfen soll, reagiert die Fraktion der Bürger-Basis-Xanten (BBX) mit einem Gegenantrag und fordert ein Veräußerungsverbot für die Immobilie am Dom.

Wenn ein privater Investor das ehemalige Bürgermeisteramt übernehme, habe die Stadt keinen Einfluss mehr darauf, wer das Gebäude künftig nutze und wie es gepflegt werde, warnen die BBX-Fraktionsvorsitzenden Werner Paessens und Matthias Voll. „Der Verkauf der Alten Bürgermeisterei wäre falsch und nicht rückholbar.“

Die Alte Bürgermeisterei Wardt liegt am Kapitel und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut. Seitdem wurde sie als Wohnhaus oder Verwaltungsgebäude genutzt, einige Zeit auch vom ehemaligen Amt Wardt.

Viele Jahre mietete auch der damalige Stadtdirektor Heinz Trauten das Haus. 2018 war die Geschäftsstelle des Freizeitzentrums Xanten (FZX) vorübergehend dort eingezogen. Sie wechselt im Laufe des Jahres in das erweiterte Info-Zentrum an der Südsee.

Die CDU beantragte deshalb, dass die Stadt mehrere Optionen für die Alte Bürgermeisterei prüfen solle: die Nutzung durch die Verwaltung, die Vermietung und die Veräußerung. Die Verwaltung schrieb dazu in einer Stellungnahme an die Politik, dass die Stadt die Immobilie zum Beispiel an Ärzte, Anwälte oder Notare vermieten könne. Sollte sie das Gebäude verkaufen, sei aufgrund der Lage ein Veräußerungserlös von 800.000 bis 1.000.000 Euro möglich. Die BBX spricht sich in ihrem Antrag stattdessen dafür aus, dass Xantens Standesamt in die Räume am Kapitel einzieht, da die Nähe zum Dom und zur evangelischen Kirche am Markt ein Vorteil sei, schreiben Paessens und Voll in ihrem Antrag.

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