Vertrag unterzeichnet

„Altes Rathaus“ in Rheinberg ist auf gutem Weg

Norbert Nienhaus, Dieter Paus, Anja Rupprecht, Frank Tatzel und Hans-Theo Mennicken (von links) unterzeichneten den Vertrag.

Norbert Nienhaus, Dieter Paus, Anja Rupprecht, Frank Tatzel und Hans-Theo Mennicken (von links) unterzeichneten den Vertrag.

Foto: Mareike Kluck

Rheinberg  Stadt und Trägerverein unterzeichneten gestern einen Vertrag. Nun gilt es, Gelder zu generieren. Die sollen aus Fördertöpfen und Spenden kommen.

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. Das Projekt „Altes Rathaus“ ist in trockenen Tüchern. Der Rheinberger Rat hatte in der Sitzung am 5. Oktober dem Abschluss des Nutzungs- und Überlassungsvertrages zwischen dem Trägerverein und der Stadt Rheinberg zugestimmt. Nun stand gestern die feierliche Unterzeichnung der Vertragspartner auf dem Programm.

Altes Rathaus mit Leben gefüllt

Der Technische Beigeordnete Dieter Paus und Bürgermeister Frank Tatzel waren seitens der Stadt erschienen — Vorstandsvorsitzender Hans-Theo Mennicken sowie seine beiden Stellvertreter Anja Rupprecht und Norbert Nienhaus vom Trägerverein. Bevor die Tinte unter das Dokument gesetzt wurde, gab es noch einiges zu besprechen. „Es ist jetzt endlich eine Grundlage geschaffen worden, das Alte Rathaus wieder mit Leben zu füllen“, betonte Bürgermeister Tatzel. „Viele gute Ideen sind schon in diesem Jahr umgesetzt worden.“

Ex-Bürgermeister Hans-Theo Mennicken war voll in seinem Element. Er ist Rheinberger durch und durch – auch im Ruhestand kann er es nicht lassen, seine Stadt und vor allem die Wahrzeichen zu unterstützen. „Ich bin sehr dankbar, dass der Rat sich für uns stark gemacht hat“, sagte Mennicken. „Das war die Voraussetzung, dass wir heute hier sitzen und die Unterschriften leisten.“ Waren es im Februar noch 15 Gründungsmitglieder, sind mittlerweile 60 eingetragene Mitglieder ehrenamtlich im Verein aktiv. Pläne für die neue Nutzung sind schon gefasst. So zum Beispiel die Beteiligung am verkaufsoffenen Sonntag, 11. Dezember. „Wir werden Glühwein und Waffeln verkaufen, der Erlös geht natürlich in die Stiftung“, verriet Mennicken. „Wir müssen uns aber auch an die vielen Ideengeber wenden und Danke sagen – das ist ebenso wichtig wie die finanzielle Unterstützung.“ Für die Sanierung des „Alten Rathaus“ werden alleine 650000 Euro fällig. Rund 500000 Euro kommen noch für die entsprechende Innenausstattung dazu, macht summa sumarum 1,1 Millionen Euro. Die Mittel versuchen die Beteiligten aus Fördertöpfen und Spenden zu generieren. „Ungefähr 60 Prozent sind durch den Fördertopf schon gedeckt“. betont Dieter Paus. Und Mennicken ergänzt: „Wir gehen peu á peu vor. Wichtig ist auf jeden Fall die Inneneinrichtung und eine eventuelle Öffnung zum Lindenplatz.“ Man könne sich auch sehr gut vorstellen, ein integratives Lokal zu etablieren. Offen hieße auch, offen für Menschen zu sein, die sonst keine Chance in der Gesellschaft bekommen.

Zukünftig möchte der Trägerverein das Alte Rathaus für den allgemeinen Betrieb und die Organisation kultureller Veranstaltungen nutzen und öffnen. Es soll eine Begegnungsstätte von und für die Rheinberger Bürger werden.

Bis dahin geht Hans-Theo Mennicken jeden Abend während der Dämmerung zum „Alten Rathaus“ und bringt die Fenster zum Leuchten. Bis Heiligabend wird jeden Tag um 17 Uhr ein weiteres Fenster mehr im Licht erstrahlen.

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