Stadtgestaltung

Altes Rathaus Rheinberg: Glasvorbau mit großer Mehrheit

So könnte das Alte Rathaus bald aussehen.

So könnte das Alte Rathaus bald aussehen.

Foto: Urheber: Fischer Architekten

Rheinberg.   Im Bau- und Planungsausschuss Rheinberg stimmten gestern CDU, SPD und FDP dafür, zwei Grüne dagegen, ein weiterer Grüner enthielt sich.

Aus dem Zuhörerraum kam Beifall, als der Bau- und Planungsausschuss in seiner Sitzung gestern über die Umnutzung des Alten Rathauses sprach und die von Fischer Architekten skizzierte große Lösung mit dem Glasvorbau in Richtung Lindenplatz hin zwar nicht einstimmig, aber mit einer überwältigenden Mehrheit beschloss. Lediglich zwei Grüne stimmten dagegen, ein weitere Grüner enthielt sich der Stimme.

Jetzt ist der Weg frei für die Verwaltung, den Förderantrag für das wahrscheinlich 4,2 Millionen Euro teure Projekt auf den Weg zu bringen. Und dieser Weg musste gestern gemacht werden, das stellte der technische Beigeordnete Dieter Paus unmissverständlich klar. „Wir stehen unter Zeitdruck.“ Bis zum 30. November müsse der Förderantrag eingereicht sein, auch mit einer Kostenaufstellung. Um die angepeilte 90-Prozent-Förderung zu erreichen, brauche man den Antrag – und selbst, wenn man nicht in dieses üppig dotierte Programm komme, sei dieser Antrag die Grundlage für die übliche 60-Prozent-Förderung.

Die Vertreter von CDU, SPD und FDP hatten sich eindeutig für die Glasvorbauvariante ausgesprochen. Doch dann trug der Fraktionsvorsitzende Jürgen Bartsch die Haltung der Grünen vor. Er betonte, dass das Thema in seiner Fraktion durchaus strittig diskutiert worden sei. Die Einzelheiten: Man brauche einen An-, einen Umbau und eine Sanierung. Die Gestaltung sei eine Frage des Geschmacks. „Ist eine Glasfassade wirklich zwingend?“ Sei der Fahrstuhl technisch nicht anderswo unterzubringen? Seine Fraktion sehe sich nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Könne nicht der Hauptausschuss eine Eilentscheidung treffen?

Das verneinte Paus – dieser Ausschuss sei nicht zuständig. Er verwies darauf, dass sich der Trägerverein Altes Rathaus eigens dafür gegründet habe, das unter breiter Beteiligung der Rheinberger zustande gekommene Nutzungskonzept der Stadt umzusetzen. Und nur mit dem Fahrstuhl sei das Rathaus vollständig nutzbar. Hitzeprobleme im Sommer im Glasvorbau seien technisch in den Griff zu bekommen.

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