Polizei

Asylbewerber aus Rheinberg schlägt und bespuckt Polizisten

Symbolbild. Ein 17-Jähriger in Rheinberg gemeldeter Asylbewerber hat am Hauptbahnhof Dortmund randaliert.

Symbolbild. Ein 17-Jähriger in Rheinberg gemeldeter Asylbewerber hat am Hauptbahnhof Dortmund randaliert.

Dortmund/Rheinberg.   Ein betrunkener 17-Jähriger hat am Hauptbahnhof Dortmund randaliert. Die Bundespolizei fand heraus: der Asylbewerber lebt unter zwei Identitäten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein 17-jähriger Asylbewerber aus Libyen ist am Hauptbahnhof Dortmund ausgerastet und hat dort randaliert. Er landete im Polizeigewahrsam. Bei der Überprüfung seiner Personalien fiel auf, dass der in Rheinberg gemeldete Jugendliche unter zwei verschiedenen Identitäten in Deutschland lebt.

Gegen 1.45 Uhr in der Nacht zu Mittwoch wurden Bundespolizisten auf den Jugendlichen aufmerksam gemacht. Er hatte erst eine Flasche zu Boden geworfen und dann mehrfach gegen abgestellte Fahrräder am Hauptbahnhof und ein Treppengeländer getreten, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Jugendlicher gibt sich als Libyer und als Algerier aus

Mit heftigen Beleidigungen habe er danach die Bundespolizisten angebrüllt: "Jeglicher Versuch den offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol stehenden 17-Jährigen zu überprüfen scheiterte zunächst an seinen verbalen Entgleisungen", berichtete die Polizei. Die steckten ihn schließlich ins Polizeigewahrsam. Dort habe er erst gegen die Zellentür getreten und dann gepinkelt. Er habe auch nach Polizisten geschlagen und einen Beamten bespuckt; sein Speichel sei mit Blut versetzt gewesen, berichtete die Bundespolizei.

Bei der Überprüfung der Personalien habe sich herausgestellt, dass der 17-Jährige unter zwei Identitäten in Deutschland lebt - als 17-Jähriger aus Libyen und als 19-Jähriger aus Algerien, teilte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage mit. "Welche der Identitäten die korrekte ist, lässt sich nicht feststellen", hieß es. Als "Erstpersonalie" werde er als Libyer geführt.

Der 17-Jährige sei seit 2017 in Deutschland und polizeilich laut Bundespolizei bis dato nicht aufgefallen. Nun läuft gegen ihn ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstands. Wegen seiner "Alias-Personalie" sei er zudem der örtlichen Ausländerbehörde gemeldet worden. (dae)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (14) Kommentar schreiben