Ausschuss

Auf gute Nachbarschaft?

Neben dem Steag-Gelände (links) entsteht rechts der neue Logport VI.

Neben dem Steag-Gelände (links) entsteht rechts der neue Logport VI.

Foto: Hans Blossey

Rheinberg.   Markus Teuber von Duisport stellte im Ausschuss die Pläne für Logport VI-Gelände in Walsum vor.

Ganz so glücklich wirkten die Mitglieder im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss nach der Präsentation von Markus Teuber nicht. Der Sprecher der Geschäftsführung der Duisburger Hafen AG (Duisport) berichtete im Ausschuss über die geplanten Änderungen auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik, jetzt Logport VI, in Walsum. Teuber ließ dabei offen, welche Firmen mit welchen Anlagen sich darauf ansiedeln werden. In Rheinberg kommt leichtes Unbehagen darüber auf, dass neben dem Kraftwerks-Turm der Steag weitere hoch aufgeschossene Anlagen entstehen könnten.

Doch dazu konnte Markus Teuber noch nichts sagen. Denn Duisport als Grundstückseigentümer der etwa 40 Hektar großen Fläche habe in den vergangenen vier Wochen erst die letzten Abbauarbeiten vorgenommen. Ab Mitte des Jahres folgt der Rückbau der Hallen, mit Interessenten habe es erste Vorgespräche gegeben. „Das Planungsrecht hat aber die Stadt Duisburg“, so Teuber. Klar ist zum jetzigen Zeitpunkt: Die Fläche wird entsprechend der Nachfrage gewerblich und logistisch genutzt – mit entsprechender Straßenanbindung. „Wir werden alle notwendigen Gutachten unter Berücksichtigung der Nachbarschaft in Auftrag geben“, versicherte Teuber. Einer Industriebrache werde mit dem neuen Hafen „neues Leben“ eingehaucht, es sollen doppelt so viele Arbeitsplätze wie in der ehemaligen Papierfabrik entstehen.

Als direkter Nachbar ergriff Josef Devers (CDU) als erster das Wort: „Ich habe eine gewisse Sorge, dass Orsoy von möglichem Lärm betroffen ist. Und natürlich würde ich als guter Nachbar auch gerne die Stadt Rheinberg beteiligt sehen. Was kommt denn da jetzt auf die Menschen zu?“ Auch der Technische Beigeordnete Dieter Paus äußerte seine Besorgnis vor „hohen Schornsteinen direkt gegenüber unserem denkmalgeschützten Orsoy“ – verbunden mit dem Wunsch informiert zu werden. Markus Teuber indes erklärte, dass man von Anlagen in einer Höhe von 15 oder 20 Metern ausgehe. „Wir haben uns an Recht und Gesetz zu halten.“ Josef Devers waren die Auskünfte insgesamt zu dünn. „Da muss von Ihrer Seite deutlich mehr kommen.“ Wobei die Stadt Duisburg als Planungsherr der bessere Ansprechpartner wäre...

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben