Sicherheit

Bahnübergang an der Hucker Straße in Alpen wurde umgebaut

Die Bahn hat das Provisorium durch eine  Umlaufschrankenanlage ersetzt.

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Die Bahn hat das Provisorium durch eine Umlaufschrankenanlage ersetzt. Foto: bp

Nach dem tödlichem Unfall an dem Bahnübergang wurde das Provisorium durch eine feste Anlage ersetzt. Aber die Anwohner sind nicht einverstanden.

Alpen. Nach dem tödlichen Unfall Mitte Juni am Bahnübergang Hucker Straße in Alpen hatte sich eine Kommission aus Vertretern von Bahn, Polizei, Straßenverkehrsbehörde und Verwaltung darauf verständigt, den Übergang mit einer Umlaufschranke zu versehen. Die Bahn wollte hier ursprünglich sogar ganz dicht machen.

Zunächst sicherten Posten den Übergang, dann wurde ein Provisorium installiert und nun hat die Bahn eine feste Umlaufschranke eingebaut. Das hat die Anwohner überrascht. „Wir wurden vorher weder informiert noch um unsere Meinung gefragt“, ärgert sich der 74-jährige Helmut Nepicks. Er und seine sieben Nachbarn fühlen sich abgehängt vom direkten Weg zu ihren Häusern. Einige, die nicht mal wie er ein Grundstück an anderen Zuwegungen hätten und für die damit „Anlieger frei“ gelte, seien „juristisch betrachtet Insulaner“, sagt der Mann, der früher mal den Schülerbus gefahren hat. Seit Inbetriebnahme der Bahnlinie habe es in den zurückliegenden zehn Jahren zwei tödliche Unfälle gegeben. Lange habe die Bahn neben dem Gleis einen Geh- und Radweg frei gehalten, damit Schüler zum Bahnhof und zurück kommen konnten. Das sei später nicht mehr zulässig gewesen. Nepicks rettet sich in Sarkasmus: „Früher habe ich gescherzt, ich wohne hinterm umgeklappten Eisernen Vorhang.“ Heute kann er nicht mehr über seinen Witz lachen. „Hätte ich das mal nie gesagt.“ Nun sei „ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit eine Mauer gebaut“ worden. Die Bahn habe am Feiertag betonieren lassen. Dabei habe man im Rathaus stets beteuert, dass man vor endgültigen Lösungen die Betroffenen hört.

Allerdings galt das in der öffentlichen Debatte ausdrücklich für die anderen drei Übergänge Hucker Straße Süd, Kelten- und Graf-Gumprecht-Straße. „Wir haben das Fachbüro Rödel und Pachan beauftragt, ein Gutachten zu erstellen“, sagt Ludger Funke, Fachbereichsleiter Ordnung. Dabei würden auch die Anlieger befragt. Umwege wegen der Sperrung der Hucker Straße hatte Bürgermeister Ahls seinerzeit als „vertretbar“ bezeichnet.

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