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Baumaßnahme an Kamper Straße soll bis Dezember fertig sein

An der Kamper Straße wird  seit Anfang Juli zwischen Gelderstraße und Underbergturm der Mischwasserkanal erneuert. Noch bis Ende des Jahres sind die Bauarbeiter hier zu Gange, unter ihnen Tobias Kortstegge und Volker Göring (von links).

Foto: Thorben Schulte

An der Kamper Straße wird seit Anfang Juli zwischen Gelderstraße und Underbergturm der Mischwasserkanal erneuert. Noch bis Ende des Jahres sind die Bauarbeiter hier zu Gange, unter ihnen Tobias Kortstegge und Volker Göring (von links).

Rheinberg.   Die Arbeiten zur Kanalerneuerung sind nach Angaben der Stadt Rheinberg im Zeitplan. Bis Ende Dezember sollen die Baumaßnahmen fertig werden.

Noch brummen die Motoren der Maschinen und es rollen täglich Baustellenfahrzeuge über die Kamper Straße. Bis zum Jahresende wird sich das auch erstmal nicht ändern. Die Bauarbeiten zwischen Gelderstraße und Underbergturm sind noch bis Ende Dezember angesetzt. „Die Arbeiten gehen gut voran, daher sind wir auch zuversichtlich, dass das wir den zeitlichen Rahmen einhalten werden“, sagt Robert Braun, der Fachbereichsleiter für Hoch- und Tiefbau der Stadt Rheinberg.

Konkret ging es darum, den Kanal unter der Kamper Straße zu erneuern, da dieser schon ziemlich alt sei. Der Mischwasserkanal ist mittlerweile auch schon fast fertig. Als weiterer Arbeitsschritt werden die Grundstücksanschlüsse gemacht. Die Bauarbeiter sind schon seit dem 2. Juli eifrig zu Gange, dabei ist Baulärm und die Sperrung eines Teils der Straße unvermeidlich. Obwohl dort mit „Pio’s Speis und Trank“ und dem Eiscafé „Venezia“ zwei Gastronomen ansässig sind, die ihre Außenbereiche aufgrund des Baulärms derzeit nur eingeschränkt nutzen können, gab es nach Schilderung Brauns bisher keine Beschwerden.

Archäologische Fachfirma ist vor Ort

„Wir haben die Baumaßnahmen vorher mit den Anwohnern abgesprochen. Es bleibt ja auch nichts Anderes übrig“, so der Fachbereichsleiter. Der Zustand des Kanals habe eine Erneuerung dringend notwendig gemacht. Durchgeführt werden die Bauarbeiten von der B+G Baugesellschaft Bocholt. Eine archäologische Fachfirma begleitet die Arbeiten, um keine archäologisch wichtigen Funde zu zerstören. Die Grube wird besonders an der Oberfläche daher genau auf historisch wichtige Objekte und Spuren untersucht.

Ein Arbeiter kontrolliert bei den Grabungen die Grube, würde etwas Wichtiges gefunden werden, käme es zu Verzögerungen. Laut der Bauarbeiter sei dies aber bis jetzt noch nicht passiert.

Besondere Sorgfalt bei den Arbeiten ist auch in Hinsicht auf das Fresko am Kamper Hof von enormer Wichtigkeit. Durch eine Tür gesichert schmückt eine Pietà aus dem 15. Jahrhundert die Fassade des alten Gebäudes. Damit diese keinen Schaden nimmt, wurde an diese Stelle ein Vibrationsmesser gestellt.

Arbeiter zur Vorsicht angehalten

Das Gerät schlägt dann aus, wenn die Schwingungen durch die Arbeiten zu stark werden. Dann müssten die Baumaßnahmen gestoppt werden, damit die für das Fresko zuständige Restaurationsfirma die Malerei auf Schäden untersuchen und eventuell entstandene Risse mit dispergiertem Kalk auffüllen kann, um das Werk zu stabilisieren.

Bereits im August fanden solche Maßnahmen vorsichtshalber statt. Die Arbeiter sind deshalb auch zu höchster Vorsicht angehalten.

Die Baumaßnahmen verliefen aber auch in dieser Hinsicht nach Angaben der beteiligten Arbeiter bisher reibungslos.

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