Niederrheinischer Radwandertag

Beim Radwandertag passen Radfahren und Kultur zusammen

Die Freunde Brigitte Schwevers, Jürgen und Petra Möllecken, Kähti und Theo Röthmans und Renate und Heribert Schulte-Kellinghaus (von vorne nach hinten) fuhren von Alpen aus nach Rheinberg und wieder zurück.

Die Freunde Brigitte Schwevers, Jürgen und Petra Möllecken, Kähti und Theo Röthmans und Renate und Heribert Schulte-Kellinghaus (von vorne nach hinten) fuhren von Alpen aus nach Rheinberg und wieder zurück.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.  Der 28. Niederrheinische Radwandertag stand ganz unter dem Motto Kultur. In Rheinberg gab es Musik, jede Menge Aktionen und eine blumige Premiere.

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Barbara Gumpert, zuständig für die Tourismusförderung in Rheinberg, hatte gestern jede Menge zu tun. Am Pavillon auf dem Großen Markt hielten vor allem am Mittag fast im Minutentakt Radfahrer an, die unbedingt einen Stempel auf ihrer Karte haben wollten.

Logisch, schließlich konnte man mit mindestens zwei Stempeln an der großen Tombola teilnehmen. Ansporn genug also, um kräftig in die Pedale zu treten und nicht nur eine, sondern gleich mehrere der insgesamt 85 Routen zu fahren. Das taten gestern wieder Tausende Fahrradfahrer beim 28. Niederrheinischen Radwandertag an Rhein und Maas. Und weil das diesjährige Motto „Kultur in der Natur“ lautete, haben sich die Organisatoren in Rheinberg ein umfangreiches Rahmenprogramm ausgedacht.

LaGa-Pflanze präsentiert

Die Polizei codierte Fahrräder. Bereits vor Beginn der Aktion, standen schon die ersten Radfahrer am Stand der Polizei. Auf dem Lindenplatz hatten die Künstler Kiki Dietz, Luja und Ulrike Brechwald zu verschiedenen Kunst- und Mitmachaktionen eingeladen. Hier stand alles unter dem Motto „Rheinberg wächst“ – der offizielle Slogan zu allen Veranstaltungen, die zukünftig im Zusammenhang mit der Kamp-Lintforter Landesgartenschau (LaGa) 2020 stehen.

Passend dazu, gab es eine Premiere: „Kallis Sonnenschein“ – so heißt die Begonie, die Dümmen Orange aus Rheinberg eigens für die LaGa gezüchtet hat. In großen Hochbeeten wurde die Pflanze erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Hochbeete mit der jetzigen Bepflanzung bleiben bis Ende Oktober vor dem Alten Rathaus stehen. „Der Tag wird so mit ganz unterschiedlichen Arten von Kultur belebt“, sagte Gumpert. Für Musikliebhaber spielte auch das Salon- und Swingorchester. Am Nachmittag zählte die Tourismusförderin bereits mehr als 300 Radfahrer, die entweder in Rheinberg starteten – drei Routen führten von hier nach Alpen, nach Moers oder am Rhein entlang -- oder sich bei ihrer Durchfahrt hier einen Stempel abgeholt haben.

Die meisten kamen aus Alpen, Moers oder Xanten. Der Freundeskreis um Theo Röthmans entschied sich für die Strecke 33: In Issum gestartet, peilte die muntere Truppe den offiziellen Startpunkt in Alpen an, fuhr von dort nach Rheinberg und kehrte hier ein. „Wir machen eigentlich jedes Jahr mit. Es ist schön für die Geselligkeit und das Radfahren hat noch einen sportlichen Aspekt“, sagte Röthmans.

Auch wenn es zwischenzeitlich ziemlich grau am Himmel war, sei das genau das richtige Wetter zum Radfahren gewesen. „Es ist nicht zu heiß und für den Notfall haben wir ja alle eine Regenjacke dabei“, sagte Petra Möllecken lachend. Gut ausgerüstet war die Gruppe. Proviant war für die Pausen in den Körben vorhanden. „Schließlich radeln wir nicht nur, sondern bleiben auch mal stehen. Dafür gibt’s doch die vielen Bänke auf den Strecken.“

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