Konzert

Berührendes Kirchenkonzert in Sonsbeck

Rund 100 Menschen hörten das Passionskonzert mit dem Ensemble „Passione della Musica“.

Rund 100 Menschen hörten das Passionskonzert mit dem Ensemble „Passione della Musica“.

Foto: oo

Das Ensemble „La Passione della Musica“ gastierte in der evangelischen Kirche und begeisterte mit Werken von Händel, Vivaldi und Mawby.

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Sonsbeck. Das Passionskonzert vom Ensemble „La Passione della Musica“ in der evangelischen Kirche unter Leitung von Gabriele Schepers-Wittig hat auch den ehemaligen Pfarrer Wolfgang Döninghaus tief beeindruckt. „Jedes Stück schuf sofort eine innige Verbindung“, sagte er. Seiner Gattin hatte besonders das „Grave-Andante“ von Georg Friedrich Händel gefallen: „Die Melodie der Flöten hob sich durch ihre Leichtigkeit und Beschwingtheit von den anderen Stücken ab, in denen die Leidensgeschichte Jesu bis zum Tod am Kreuz in bedrängenden Rhythmen vertont wurde.“

Begonnen hatte das Konzert nach dem feierlichen Geläut der Kirchenglocken. Das nahm Pfarrer Frank Bublitz in seiner Begrüßung der 16 Musiker auf: „Da wo die Musik Jesus Christus verherrlicht, ist wahrlich Gott und den Menschen gedient.“ Er freute sich darüber, das Passionskonzert von acht Instrumentalisten und ebenso vielen Vokalisten als Highlight der Kirchenmusik in seiner Pfarrgemeinde eröffnen zu können.

Mit 14 klassischen Stücken von großen Komponisten wie Bruckner, Vivaldi, Lohmann, Händel, Brück und Mawby erlebten die knapp hundert Gäste ein einstündiges Konzert, bei dem die Musiker nicht nur im Altarraum, sondern auch auf der Empore konzertierten.

Gemeinde sang mit

Drei Titel, von denen das „Kyrie“ von Cécile Chaminade der bekannteste war, wurden im hochgelegenen Raum der Kirche teils nur instrumental, teils auch vokal zu Gehör gebracht. Diese Art der Darbietung setzte sich im Altarraum fort. Beim Choral von Paul Ernst Ruppel „Nun gehören unsere Herzen ganz dem Mann von Golgatha“ lud Bublitz die Gemeinde zum Mitsingen ein. Der Ensemble-Leiterin lagen die Passionskantate „Ach, mein Jesus ist gestorben“ von Johann Friedrich Brück und „Crux fidelis“ von Colin Mawby am Herzen. Der Text vom „Treuen Kreuz“ zielt, so die Chorleiterin, auf die Bedeutung des Kreuzes ab – als „totes Holz“, das zur Kreuzigung dient, sich aber durch Jesu Opfertod in einen „Baum des Lebens“ wandelt.

Mit der Passionskantate „Ach, mein Jesus ist gestorben“ präsentierten die Musiker ein sehr emotionales Stück, das sich auffallend dramatischer Mittel bediente: ständiges Pendeln zwischen Dur und Moll, Spannungsaufbau durch gezielte Pausen, Tempo- und Taktwechsel.

Mit Rosen dankte Presbyterin Regina Schade dem Ensemble nach dem Konzert im Namen der Kirchengemeinde für die tolle Darbietung. Pastor Bublitz kündigte als weitere Konzertdaten in der Kirche den 29. September und 29. Dezember, 18 Uhr, an. Dann sind die Düsseldorfer Musiker Franziska König und Günther Wiesemann zu hören.

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