Eröffnung

Brunchen statt Kühe melken

Blick in das gemütliche Hofcafé in Borth.

Blick in das gemütliche Hofcafé in Borth.

Foto: Waz FotoPool

Rheinberg-Borth.   Familie Kleinübbing eröffnet ihr neues familienfreundliches Hofcafé. Fünf Jahre dauerten die Umbauarbeiten des ehemaligen Kuhstall. Hofbesucher können nun im rustikalen Flair brunchen und zu Mittag essen, während die Kinder spielen.

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Dort, wo einst die Kühe standen und gemolken wurden, stehen nun massive Holztische und Stühle. Statt eines Futtertrogs ziert eine Theke den Raum und die Wand, an der früher die Fliegen saßen, ist zur rechten Seite mit bunten Holzlatten verziert, die Linke erinnert an ein Fachwerkhaus.

Nach rund fünf Jahren Arbeit hat sich der einstige Kuhstall in ein rustikal-schickes Hofcafé verwandelt. Keine Frage, Familie Kleinübbing hat eine Menge Arbeit, viel Schweiß und Geld in den Umbau ihres Hofs Elverich an der Weseler Straße investiert – das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Seit 2009 betreibt Maria Kleinübbing gemeinsam mit ihrem Mann Andreas einen Erlebnispädagogischen Hof. Kindergeburtstage, Besuche von Schulklassen und Kindergartenkinder stehen seit dem auf den Plan. Auf sie warten Schafe, Ziegen, Ponys, Minischweine, Lamas und und und. „Wir hatten aber schon länger den Gedanken, den Bauernhof mal umzugestalten.“ Maria Kleinübbing denkt an ein familienfreundliches und behindertengerechtes Café. „Hier können Eltern in Ruhe einen Kaffee trinken, während die Kinder draußen auf dem Hof spielen.“ Der Bauantrag war schnell gestellt.

Das Meiste übernimmt die Familie selbst, neben handwerklichen Arbeiten auch die Raumgestaltung. „Die Einrichtung stammt von einem Trödelmarkt aus Holland“, die Tische sind gefertigt von einem Schreiner. Die altmodisch wirkenden Lampen, die über den Holztischen hängen, gehörten zum Teil den Eltern. „Vieles ist mit der Zeit gewachsen, mein Mann und ich haben aber glücklicherweise den selben Geschmack“, erzählt Maria Kleinübbing und lacht.

Tierführung und Kinderschminken

Am Sonntag, 26. Januar, feiert das Hofcafé nun Eröffnung. Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen und ein Gratiseis für die Kinder. Auch für Programm ist gesorgt: Eine Falknerin besucht den Hof sowie die rollende Waldschule. Es gibt eine Tierführung, Ponyreiten und Kinderschminken. Nach der Einweihungsfeier öffnet das Café jedes Wochenende zum Brunchen von 9.30 bis 12.30 Uhr und wieder von 15 bis 18 Uhr, dann können die Besucher zwischen Kaffee und Kuchen und einer Speisekarte mit hausgemachten Kleinigkeiten wie Salaten oder Ofenkartoffeln wählen. Hinter der Theke und in der Küche wird die Besitzerin selbst stehen, „es helfen aber auch die Familie und Freunde aus.“

Ab Februar gibt es auch donnerstags ein Brunchangebot. Maria Kleinübbing könnte sich ebenfalls einen Aktionsabend an einem Freitag im Monat vorstellen. „Ich denke da an Grillen, Spieleabende oder auch mal einen irischen Abend.“ Außerdem möchte sie ihr Café für Kindergeburtstage, Familienfeiern oder auch als Tagungsraum zur Verfügung stellen.

Dass ihr Hofcafé ein Erfolg wird, daran zweifelt Maria Kleinübbing nicht. „Ich bin von dem Konzept völlig überzeugt und sehr gespannt, wie das erste Jahr für uns läuft.“ Schließlich sei auch der Start ihres Erlebnispädagogischen Hofs aufregend und spannend gewesen. „Und jetzt ist es mittlerweile Routine.“

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