Schlaglöcher

Bürger warnen vor gefährlichen Schlaglöchern in Rheinberg

Wenn Gudrun Jakob mit ihrem Ehemann, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, am Seniorenheim  „Am Wiesenhof“ unterwegs ist, muss auch sie einigen Schlaglöchern ausweichen.

Wenn Gudrun Jakob mit ihrem Ehemann, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, am Seniorenheim „Am Wiesenhof“ unterwegs ist, muss auch sie einigen Schlaglöchern ausweichen.

Foto: Mareike Kluck

Rheinberg.   Monika Lukas stürzte mit dem E-Bike, Gudrun Jakob hat Probleme, den Rollstuhl zu schieben. Grund dafür sind Schlaglöcher auf Rheinberger Straßen.

Vor Kurzem hatte der ADAC in einer Pressemitteilung die Situation auf den Straßen hinsichtlich der Schlaglöcher als katastrophal bezeichnet. Sprecher der hiesigen Kommunen wiesen allerdings darauf hin, dass die Situation nicht so schlimm ist und sich jetzt nach dem Winter wieder mehr gekümmert würde.

Für die NRZ-Leser Monika und Gisbert Lukas war es der Anlass, darauf hinzuweisen, dass für Fahrradfahrer und Menschen, die auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen sind, die Situation alles andere als sicher sei. Ende Februar war Monika Lukas mit ihrem E-Bike in ein Schlagloch geraten und gestürzt. „Wir waren auf der Straße ‘Orsoyer Land’ in Richtung Deich unterwegs, als ich Sparziergängern vor mir ausweichen musste, da diese mein Schellen nicht gehört haben, und deshalb stürzte“, erinnert sich die Rheinbergerin. „Ich habe mich nicht schwer verletzt, aber das war auch ein bisschen Glück, dass ich mit ein paar Schrammen und einer leichten Knieverletzung davon gekommen bin.“

Verwunderung darüber, dass Schlaglöcher nicht beseitigt werden

Das Ehepaar, das am Annaberg wohnt, sieht in den Schlaglöchern ein weit größeres Problem für ältere Menschen. So sei die Rheinstraße am Seniorenheim „Am Wiesenhof“ von kleineren und größeren Kratern übersät – für ältere Menschen, die mit einer Gehhilfe oder einem Rollator unterwegs oder auf einen Rollstuhl angewiesen seien, eine gefährliche Situation. Das bestätigt auch Gudrun Jakob. Seit über zwei Jahren lebt ihr Ehemann im Seniorenheim. „Ich beobachte das natürlich entsprechend und habe mich schon öfter darüber gewundert, dass die Schlaglöcher nicht beseitigt werden“, sagt Gudrun Jakob. „Außerdem bin ich erstaunt, dass anscheinend noch nichts Schlimmes passiert ist.“

Katharina Goertz, Pflegedienstleiterin im Seniorenheim, zeigte sich von der Anfrage der Redaktion überrascht. Beschwerden bezüglich des schlechten Zustandes der Straße seien nämlich noch nicht bei ihr eingegangen.

Noch keine Beschwerden bei der Stadt bekannt

Auch Robert Braun vom Fachbereich Tiefbau und Grünflächen der Stadt Rheinberg, sind Beschwerden zum Thema nicht bekannt. „Dennoch wissen wir, dass die Straße in keinem optimalen Zustand ist“, sagt er. „Dadurch, dass sie aber nicht besonders frequentiert ist, ist es eine Straße, die in der Prioritätenliste nicht besonders weit oben steht.“ Ausschlaggebend sei die Nutzungsgröße. Dennoch würde man seitens der Verwaltung die Straße am Pflegezentrum noch einmal in die Vorschlagsliste mit aufnehmen.

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