Kooperation

Das Netzwerk wächst

Auch bei der Firma Lemken

Foto: Lemken

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Alpen.   Nach etwas mehr als 10 Monaten zogen die Alpener Sekundarschule und Unternehmer vor Ort eine positive Zwischenbilanz ihrer Zusammenarbeit.

Als sich einige Unternehmer aus Alpen mit Lehrern der Sekundarschule und Vertretern der Gemeinde Anfang des Jahres zum ersten Mal trafen, hätte wohl keiner gedacht, dass die Zusammenarbeit nur ein paar Monate später schon solch konkrete Formen annehmen würde. „Das Netzwerk wird größer, die Kontakte werden enger und die Möglichkeiten für Praktikanten verbessern sich“, verkündete Tilman Latzel, Leiter der Sekundarschule, gestern bei einer ersten Zwischenbilanz. Der Mittelstand hat die Sekundarschule entdeckt, das belegte auch die mehr als gute Resonanz mit gut einem Dutzend Vertretern von Alpener Unternehmen, MIT und Werbering in der Schulbibliothek.

Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft weiter verbessert werden? So lautete die Frage des Informationsaustauschs. Neben dem Kooperationsvertrag mit der Firma Lemken hat die Sekundarschule zuletzt auch zwei weitere mit Edeka Luft und dem Bauunternehmen Felicity abgeschlossen. „Die Unternehmen brauchen keinen Ausbilderschein, um ein Praktikum anzubieten“, räumte Markus Meier, Vorsitzender des rund 100 Mitglieder starken Alpener Werberings, gleich mit einem Missverständnis auf. Bis dato gab es mehr Praktikumsplätze im Handwerk. Somit ist auch der Einzelhandel aufgerufen, in die Praktikums-Offensive zu gehen.

„Vielen Schülern ist das noch nicht bekannt, dass sie auch hier vor Ort Praktika machen können“, sagte Wolfgang Püschel. Der Berufswahlkoordinator der Sekundarschule favorisiert das mindestens zwei-, aber besser dreiwöchige Praktikum. Das eintägige so genannte Mikropraktikum sei eher weniger geeignet. „80 Prozent der Schüler suchen sich ihren Praktikumsplatz selbst.“ Christel Bühren von der Firma Lemken findet es in erster Linie wichtig, dass „Schüler Echtarbeit zu sehen bekommen und zugucken können“. Karl Hofmann, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung, freute sich, dass sich eine positive Wechselwirkung ergeben habe: „Die Schule geht auf den Mittelstand zu und umgekehrt.“ Thomas Janßen, Wirtschaftsförderer der Gemeinde, sieht in der Zusammenarbeit eine „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“. Im Zusammenspiel von Schule, Handwerk und Handel sei „noch eine Menge möglich“.

Auch in Sachen Ausbildungsplätze gibt es gute Neuigkeiten. Meier will eine Broschüre ähnlich einem Ausbildungsatlas zusammenstellen. Dort können sich ortsansässige Firmen samt ihren Praktikums- und Ausbildungsplätzen präsentieren.

Geht es nach den Wünschen von Latzel sollen sich künftig die Firmen in Form eines Speed-Datings in der Sekundarschule vorstellen. Auch eine Ausbildungsplatzbörse nach Xantener Vorbild soll in die Planungen aufgenommen werden. Eins aber ist Fakt: Bisher hat jeder Sekundarschüler einen Praktikumsplatz bekommen – und das ist auch der Anspruch für die Zukunft.

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