Wettkampf

Der 10. Veener Kegelpokal war ein voller Erfolg

Die Stimmung bei den „Lucky 9ern“ mit Mitgliedern aus Millingen und Borth, war super.

Foto: arfi

Die Stimmung bei den „Lucky 9ern“ mit Mitgliedern aus Millingen und Borth, war super.

Alpen-Veen.   Nachwuchsprobleme gibt es nicht: Der ausrichtende Klub „Die Kegelgötter“ freut sich über eine Rekordbeteiligung beim diesjährigen Kegeltunier.

Sie tragen illustre Namen wie „Rübenroller“, Kaktusblüten“ oder „Pegelschwestern“ und verfolgen nur ein Ziel: Einmal den Veener Kegelpokal mit nach Hause nehmen. Am vergangenen Wochenende startete das unter Hobbykeglern immer beliebter werdende Turnier in seine zehnte Auflage.

Mehr als 600 Kegler aus 18 Damenklubs, fünf gemischten Teams und 59 Herrenklubs vom gesamten Niederrhein folgten der Einladung der KC Kegelgötter. Fünfmal in die Vollen, fünfmal abräumen lautet die simple Vorgabe. Insgesamt 7 500 mal lassen die Hobbykegler somit die Kugel über die sechs Kegelbahnen in Alpen und Xanten rollen, um am Ende Mannschafts- oder Einzelsieger zu werden. Eine Entwicklung, die vor zehn Jahren nicht absehbar war. „Wir wollten damals Geld für den neuen Sportplatz sammeln. 23 Kegelklubs haben am ersten Veener Kegelpokal teilgenommen, mittlerweile stoßen wir an unsere Grenzen“, sagt Peter Schweden vom ausrichten KC „Die Kegelgötter“. Schon jetzt ist eine organisatorische Meisterleistung nötig, damit die Sieger pünktlich zur Kegelparty am Samstagabend im Spargelhof Schippers feststehen.

Um die sechs Bahnen optimal zu nutzen, stehen jedem Verein 45 Minuten zur Verfügung, dann muss zügig gewechselt werden. „Wenn ein Klub länger braucht, zerschießt uns das den gesamten Zeitplan. Bis 20 Uhr kegeln die letzten, während die ersten schon bei der Party sind und wir die Auswertung vornehmen“, so Schweden. Den Gewinn spenden die Kegelgötter zu einem Teil an die Veener Jugend, der Rest wird gespart für einen neuen Karnevalswagen.

Auch wenn die Preise – der beste Klub erhält 300 Euro – durchaus lukrativ sind, steht bei den Teilnehmern der Spaß im Vordergrund. „Manche Klubs sind schon zum achten oder zehnten Mal dabei, obwohl sie genau wissen, dass sie keine Chance haben. Manchen reicht es auch, vor einem befreundeten Klub zu landen“, so Schweden.

Eine Ambition, die auch die Mitglieder vom KC „Kalten Karl“ antreibt. „Wir können ruhig Vorletzter werden, solange der KC Rasende Paula hinter uns steht“, versichert Daniel Naß. Gewinnen können die Appeldorner Kegelfreunde dennoch, denn zum Jubiläum verlost der Veranstalter unter allen Klubs drei Geldpreise zu je 100 Euro.

Die immer wieder kolportierte These, die Sportart sterbe aus, kann der Veener Kegelfreund mit einem Blick auf das Teilnehmerfeld nicht bestätigen: „Das mag in den großen Städten so sein, hier auf dem Land ganz sicher nicht. Es haben sich sehr viele junge Kegler angemeldet, Tendenz steigend.“

Den Siegertitel sicherte sich der Klever Kegelklub „Källesse Fottfenger“ vor den „Promille Teufeln“ aus Ginderich und dem KC „Bademeister“ aus Alpen. Den Titel der besten Einzelkeglerin sicherte sich Julia Hess, bei den Herren gewann Andreas Gunsten.

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