Soziales

Der DLB Rheinberg will mehr Helfer mit Schaufel und Besen

Zuletzt gab es nicht mehr so viele Flüchtlinge, die als „R(h)einteam“ für ein saubereres Rheinberg sorgten.

Foto: Archiv/arfi

Zuletzt gab es nicht mehr so viele Flüchtlinge, die als „R(h)einteam“ für ein saubereres Rheinberg sorgten. Foto: Archiv/arfi

Rheinberg.   Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge stehen jetzt auch anerkannten Asylbewerbern und Hartz-IV-Empfängern offen. Das soll mehr Teilnahme bringen.

Trotz geringer Teilnehmerzahlen (unter anderem, weil Rheinberg wegen den zentralen Unterbringungseinrichtung keine neuen Asylbewerber mehr zugewiesen bekommt): Die Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge sollen beim Dienstleistungsbetrieb (DLB) der Stadt weiterlaufen, auch wenn die bisherige Art der Eingliederung bei der Bundesagentur für Arbeit auf nicht so große Euphorie gestoßen sei. Das erklärte DLB-Chefin Rosemarie Kaltenbach in der Sitzung des Betriebsausschusses. Aber: „Wir haben ein Gespräch mit dem Jobcenter geführt. Die Flüchtlinge, die schon seit sechs Monaten dabei waren, dürfen weitermachen.“ Diese Regelung gelte auch für anerkannte Asylbewerber und Menschen, die Hartz-IV-Leistungen bekommen. „Ich gehe davon aus, dass wir dann wieder mehr Teilnehmer in der Maßnahme haben“, so Kaltenbach.

Für die Stadt lohne sich das auch finanziell. Abgesehen davon, dass die Teams Rheinberg sauberer machten, gebe es höhere Zuschüsse für die Leiter dieser Teams. Deswegen regte Kaltenbach an, so schnell wie möglich entsprechende Anträge für derartige Projekte zu stellen.

Benedikt Durben (CDU) lobte die Haltung des Jobcenters. „Es ist gut, das die Finanzierung wieder klappt. Kommt die DLB-Belegschaft mit den Flüchtlingen klar“, fragte er.

Das bestätigte DLB-Leiter Holger Beck. „Wir setzen schon seit 20 Jahren immer wieder solche Menschen bei uns ein. Viele von ihnen sind schon seit Jahren bei uns. Wir haben tolle Kolonnen, aber auch Einzelkämpfer. Und wenn es Schwierigkeiten gibt, werden sie gelöst.“

Insgesamt sind in den vergangenen zwölf Monaten über 7000 Arbeitsstunden durch die Flüchtlingskolonnen geleistet worden, Grünflächen gepflegt worden. Ins Frühjahr fielen die Monate mit den meisten Arbeitsstunden in diesem Bereich – im März waren es 1390, im Februar immerhin 1050. 460 Stunden kamen im August zusammen. Der Monat mit den wenigsten Stunden war der Juni: 390.

Klaus Buchloh (CDU) wollte wissen, was es mit der Putztruppe auf sie habe, die Gelände rund um die zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge in Orsoy säubere. „Da gibt es keinen Zusammenhang“, erklärte Kaltenbach. „Das ist eine interne Maßnahme der ZUE. Aus rechtlichen Gründen dürfen die Menschen, die dort untergebracht sind, bei uns nicht mitarbeiten.“

Auf die Frage von Bernd Hake (SPD), ob das Problem mit den Sozialräume gelöst sei, berichtete Beck, dass die Flüchtlinge entweder von den Unterkünften oder von zuhause abgeholt würden.

Jürgen Bartsch (Grüne) erkundigte sich nach weitere Änderungen bei der Erleichterung der Arbeitsaufnahme. „Davon ist mir so nichts bekannt“, sagte Kaltenbach. Viele Kostenträger hätten sich nicht beteiligt, es gebe auch nicht mehr so viele Asylbewerber in Rheinberg.

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