Stadtgestaltung

Der Dorfplatz in Xanten-Lüttingen wird schöner gemacht

Schon fast fertig: das neue Pflaster des Dorfplatzes in Xanten-Lüttingen

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Schon fast fertig: das neue Pflaster des Dorfplatzes in Xanten-Lüttingen Foto: oo

Xanten-Lüttigen.   Er bekommt ein neues Pflaster, weil das alte defekt war. Die Arbeiten, die 38 800 Euro kosten, sollen bis zum 13. Oktober abgeschlossen sein.

Pankraz Gasseling kann auch reimen: „Lüttingen bewegt sich, das Wetter ist schön: Lasst uns kurz zum Dorfplatz gehen“, forderte der Vorsitzende des Bezirksausschusses die Mitglieder (und Zuhörer) auf, doch eben mal um die Ecke zu gehen und sich den Dorfplatz anzuschauen, der zur Zeit neu gepflastert wird.

Zum Hintergrund: Rolf Meyer, der für die CDU im Bezirksausschuss sitzt, hatte das kaputte Pflaster fotografiert und an die Stadtverwaltung geschickt. Es dauerte nicht lange, da schauten sich DBX, Gasseling, der Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins (HBV) und „weiteres fachkundiges Personal“ das Dilemma an und entschied: Das muss neu gemacht werden. Kosten: 38 800 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Zwei Bodenhülsen unter anderem für den Weihnachtsbaum sind eingearbeitet worden, am 13. Oktober, so Bürgermeister Thomas Görtz, sollen die Pflasterarbeiten fertig und der Dorfplatz wieder nutzbar sein. Allerdings nicht für Autofahrer und -Parker. Denn wenn Autos auf dem Pflaster drehen, können die Steine brechen. Wie man das jetzt allerdings in der Praxis verhindern kann, darauf konnten die Ausschussmitglieder keine Antwort geben. Ludger Rodermond schlug Poller vor, um beispielsweise gerade auch der Jugend Einhalt zu gebieten, die oft zu später und manchmal auch nachtschlafender Stunde auf den Dorfplatz fährt: Heckklappe hoch, Musikanlage laut aufgedreht, ab geht die Post.

Weiteres Thema im Bezirksausschuss: Der neu gestaltete Platz vor der Bäckerei mit dem barrierefreien 1,20 Meter breiten Streifen durch den aufgefrischten Kies bis zum Laden. Die Resonanz sei durchweg positiv, so Görtz und Gasseling; allerdings titschen Autofahrer nicht selten einen bestimmten Poller an, wenn sie rückwärts ’rausfahren. Die Anregung aus dem Bezirksausschuss: Den Blumenkübel einen Meter nach rechts schieben, quasi direkt vor den Poller. „So ein Kübel wird eher gesehen.“

Ein Ausschussmitglied hatte den Eindruck, dass an der Lüttinger Straße bei Edeka ein Baum nach dem anderen verschwindet. „Die sterben ab, warum auch immer“, gab ihm der Bürgermeister recht; man habe sie zurückgeschnitten in der Hoffnung, dass die Bäume wieder neu austreiben. Aber das tun sie leider nicht. Einem anderen Ausschussmitglied war aufgefallen, dass Gehwege in Lüttingen zunehmend als Parkflächen genutzt oder von Hecken zugewuchert werden. Die dürfen tatsächlich nicht in den öffentlichen Raum ’reinwachsen, dafür gibt es Gesetze. Aber um die Menschen freundlich zu bitten, die Hecke doch bitte zurück zu schneiden, müsste man schon wissen, wo die Gehwege zuwuchern, so Görtz.

Josef Bours (CDU) beantragte, einen Dringlichkeitsbeschluss für die Straße Am Dorfend zu fassen. Respektive für dessen Ende, wo die Straße auf die Lüttinger Straße trifft. Dort hat der Eigentümer eines Hauses eine Hecke längs der Straße gesetzt, was zwar sein Recht sei, jetzt aber sei dadurch die Straße vom Dorfend aus nicht mehr einsehbar. „Ein Spiegel muss her“, befand Bours. Dafür, so Görtz, brauche man keinen Dringlichkeitsbeschluss: Das regelt man unbürokratisch. Er will den DBX beauftragen, einen Spiegel aus dem Keller zu holen und dort aufzustellen.

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