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Der Herbstmarkt – ein Treffpunkt für Genießer

Viele Besucher nutzten das schöne Wetter in Sonsbeck.

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Viele Besucher nutzten das schöne Wetter in Sonsbeck. Foto: oo

Nach dem Regen am Samstag genossen gestern viele Besucher das sonnige Wetter und die Angebote beim Herbstmarkt in Sonsbeck.

Sonsbeck. Schon beim Betreten des Marktes wartete mit der Kaffeetafel der Landfrauen die erste kulinarische Köstlichkeit. „Wir freuen uns, wenn wir mit selbstgebackenem Kuchen die Menschen erfreuen können“, schmunzelte Marlies van Treek. Ein paar Meter weiter beriet Obst- und Gemüsehändler Matthias Krahwinkel Marlies Gerats aus Kevelaer, welcher Apfel zum Backen am besten passt: „Probier mal Roter Prinz.“ Die Frau tat’s. „Lecker, aber meinen Prinzen hab’ ich schon“, blickte sie auf ihren Mann – und kaufte den Prinzen trotzdem.

Das Waldrestaurant Höfer verkaufte an der Ecke Hoch-/Wallstraße Pilzsuppe. „Da schmeckt man sogar die Pfifferlinge raus“, fand die Sonsbeckerin Lea Niederholz. Neben Kulinarischem fand sich auf der Meile auch Kunsthandwerk, darunter Selbstgebasteltes aus Edelstahl von Hans-Jürgen Kronwald aus Moers. Vor allem die großen Liebesherzen fanden Aufmerksamkeit.

Freunde treffen sich zum Plausch

Christian Beerden aus Kevelaer schlenderte mit seiner Familie entspannt daran vorbei: „Auch wenn nach dem Regen jetzt alle rauskommen – es ist schnuckelig, und man kennt hier jeden.“ So trafen sich Freunde unvermittelt zum Plausch – wie ein Quartett aus Issum, das über den Urlaub sprach.

Viele nutzten wie Marktleiter Manfred Gembries vor Gaststätten und Cafés die Gelegenheit ein Glas Bier oder ein Käffchen in der Sonne zu trinken. „Beim Herbstmarkt ist immer schönes Wetter“, sagte Gembries. So hatte der Veranstalter zwischen den Ständen Verweil-Inseln geschaffen. „Mal eben hinsetzen ist wichtig.“ Und erklärte, warum es keine Livemusik gab. „Wenn da eine Bühne und Musik ist, fühlen sich viele Aussteller bei Kundengesprächen gestört.“

Das Flanieren gefiel auch den Rheinbergern Christel und Detlef Dammer. „Es ist hier nicht so verzweigt, und es hängt nicht Stand an Stand.“ Das Paar genoss bei „Egons Eis-Café“ Latte macchiato und später zu Hause den gekauften Kuchen. In der Hoch- und Wallstraße sorgten Künstler für „gewohnt hohes Niveau“, wie Stefan Janssen, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, berichtete. Der Markt sei für Händler und Geschäftsleute „ein Highlight“.

Die Viersener Daniel und Tamara Borberg zeigten Fotokunst und Porzellan. Und die Porzellanklinik von Claudia Kurfürst verzeichnete regen Zulauf. „Bei meiner Vase ist der Griff abgebrochen“. Eine Frau aus Moers-Meerbeck hatte sich extra nach Sonsbeck aufgemacht, nachdem sie in der Zeitung vom Herbstmarkt gelesen hatte.

Und die Wollspinnerin Ruth Zurek aus Xanten wurde immer wieder gefragt: „Wie entsteht der Faden?“ Anita Billhardt entdeckte bei Stahlwaren Schmidt aus Mönchengladbach eine tolle Nagelbürste: „Es gibt hier halt so viele schöne Kleinigkeiten.“ Derweil blieb ihr Mann „bei den Autos“ hängen.

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