Politik

Die Eindeutigkeit beim Mitgliederentscheid habe überrascht

Zwei Drittel der SPD-Mitglieder stimmten für die Große Koalition.

Foto: Sebastian Gollnow

Zwei Drittel der SPD-Mitglieder stimmten für die Große Koalition. Foto: Sebastian Gollnow

Rheinberg/Alpen/Xanten/Sonsbeck.   Die SPD-Vorsitzenden in Rheinberg, Alpen, Xanten und Sonsbeck haben mit dem Ja zur GroKo gerechnet, jedoch nicht mit dem klaren Ergebnis.

Diese Entscheidung war recht eindeutig: Rund zwei Drittel der SPD-Mitglieder stimmten für die Große Koalition. Damit steht der zukünftigen Regierungsbildung eigentlich nichts mehr im Wege. „Dass das Ergebnis so ausfällt, habe ich nicht gedacht. Ich habe mit 55 bis 60 Prozent gerechnet“, sagte Peter Tullius, SPD-Vorsitzender in Rheinberg. Es sei gut, nun eine Entscheidung zu haben. „Wir haben einen guten Kompromiss ausgehandelt, müssen jetzt aber dran bleiben, damit zukunftsorientierte Themen, wie die Digitalisierung und die Rente nicht vernachlässigt werden.“ Auch Alpens SPD-Vorsitzender Jörg Banemann sei vom deutlichen Ergebnis überrascht gewesen. Er habe eine deutlich knappere Entscheidung für die GroKo erwartet. Im Koalitionsvertrag stecke sehr viel SPD, sagte der GroKo-Befürworter, der zunächst gegen diese war. „Jetzt gilt es, die gesetzten Ziele so umzusetzen, dass auch die Mitglieder zufrieden sind“, erklärte Banemann.

In Xanten sei die SPD ebenfalls davon ausgegangen, dass es zu einem Ja zur Großen Koalition kommt. „Das Ergebnis war fast absehbar, nur die Deutlichkeit hat mich überrascht“, so der Vorsitzende Guido Angenendt. Er war bekanntlich gegen die GroKo, werde die Pläne aber unterstützen. Der SPD-Mann dränge aber darauf, die eigenen parteipolitischen Themen zu konkretisieren und umzusetzen. „Ich bin der Meinung, dass eine Erneuerung der Partei ohne Regierungsverantwortung besser funktioniert hätte“, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende in Sonsbeck, Helmut Lorenz. Aber auch für ihn kam die positive Entscheidung nicht überraschend. „Viele Mitglieder der Basis sprachen von einer Pest- oder Cholera-Entscheidung bei dieser Abstimmung.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik