Bildungspfad

Die ganze Bandbreite der Bildung

Die Kinder staunten, was Maxi Cwalina mit dem FiloCut und sebstgeschriebenen Programmen zauberte.

Die Kinder staunten, was Maxi Cwalina mit dem FiloCut und sebstgeschriebenen Programmen zauberte.

Foto: Peter Bußmann

Alpen.  Der erste Alpener Bildungspfad am Samstag im Rathaus war ein voller Erfolg. Von der Kita bis zur Berufssuche reichte die Palette.

Während in der Nachbarschaft gerade erst beklagt worden war, dass zum Beispiel weiterführende Schulen zu wenig Chancen hätten, sich in den Grundschulen oder gar in den Kitas darzustellen, wagte die Gemeinde Alpen einen anderen Weg. Sie lud die Bürger am Samstag ins Rathaus zum „Ersten Bildungspfad“ ein. Und die wurde ein voller Erfolg. Trotz verschneiter Straßen kamen viele Eltern mit ihren Kindern – wie Lucia und Ludger Ingendoh aus Drüpt. Sie hatten ihre beiden Mädchen, sechs und zehn Jahre alt, mitgebracht, informierten sich über schulische Angebote, waren voller Lob: „Eine tolle Veranstaltung.“

Übersicht über Angebote im Ort

Der Ratssaal und sein Foyer waren nicht mehr wieder zu erkennen: Kein Quadratmeter ohne Infotafel, Tische oder Spielflächen. Deren Aufbau den teilnehmenden Organisationen viel Arbeit und Zeit gekostet hatte, für die sich Bürgermeister Thomas Ahls in seinen Begrüßungsworten bedankte. Er betonte, was immer wieder von den Verantwortlichen der Alpener Bildungseinrichtungen zu hören war – dass der Bildungspfad eine Übersicht über Angebote am Ort geben sollte. Das reichte von allen Kindertagesstätten von A bis V, von Alpen bis Veen, über Grundschulen bis zur Sekundarschule. Überlagernd spielte dabei auch die ehrenamtlich geführte Bücherei eine Rolle, die alle Altersklassen umfasst. Ludger Funke, Leiter des Fachbereichs Schule in der Verwaltung, umriss den Zweck des Bildungspfades. „Wir möchten die jungen Eltern kompakt ansprechen, um das gesamte Bildungsangebot von der Kita bis zur weiterführenden Schule und der Bücherei vorzustellen“. Was in Alpen nicht wenig ist. Sechs katholische, eine evangelische Kita, Grundschulen, alleine zwei mit drei Standorten und die Sekundarschule gibt es. Dazu noch die Bönninghardter Förderschule. „Wir haben ein reichhaltiges Bildungsangebot“, so sein Urteil, dem sich Günter Helbig anschloss. Der CDU-Fraktionschef betonte, dass der Rohstoff Bildung in Alpen hohe Priorität habe. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Das muss sich wiederholen.“

Für Ulla Ledermann, Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule, lag der Fokus auf dem Miteinander. „Alpen zeigt, was vom Krabbelkind bis zur Berufsorientierung läuft. Dieser Tag ist eine gute Gelegenheit, die gelungene Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen zu zeigen. “ Die Grundschule arbeitet zum Beispiel in den Naturwissenschaften mit der Sekundarschule zusammen. Deren Leiter Tilman Latzel erklärte: „Uns geht es nicht um das Rekrutieren von Schülern, sondern um die Darstellung der pädagogischen Programme“. Auch die didaktische Leiterin Sylke Brodam bewertete die Veranstaltung als „einmalig und wiederholenswert“. Was ihr Schüler Maxi Cwalina mit seinen selbstgeschriebenen Computerprogrammen zum Ausschneiden von Styropor mit dem Filo Cut vorstellte, war schon erstaunlich.

Schon bei den Kleinen starte die Bildung, betonten Karin Ricking und Christel Spitz-Güdden, Verbundleiterinnen für die sechs Kitas der Pfarrgemeinde St. Ulrich, sowie Claudia Schött von der evangelischen Kita. Bei ihnen lernen die Kleinsten durch Spielen, mit Fokus auf pädagogische Bildung. Da zeigte der fünfjährige Anton aus Menzelen, was er schon drauf hatte. Er war mit seinen Eltern Claudia Vogel und Andre Tittmann gekommen. Anton konnte spielen,, seine Eltern sich über die Bandbreite der Bildung in Alpen informieren. In der spielt auch die Bücherei eine große Rolle, wie Kerstin Pieper betonte. „Wir ergänzen das Bildungsangebot der Schulen.“

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