Integration

Die Integrationsarbeit in Rheinberg sichtbar machen

Sie organisieren den ersten Interkulturellen Tag in Rheinberg: J. Joussef, Martin Tomberg, Sarah Bernstein, Rosemarie Kaltenbach, Werner Koschinski, Petra Platzek und Birgit Kraemer (von links).

Sie organisieren den ersten Interkulturellen Tag in Rheinberg: J. Joussef, Martin Tomberg, Sarah Bernstein, Rosemarie Kaltenbach, Werner Koschinski, Petra Platzek und Birgit Kraemer (von links).

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.  Der Arbeitskreis Integration lädt am 28. September zum ersten „Interkulturellen Tag“ mit Flüchtlingen in die Rheinberger Stadthalle ein.

Sprachförderung, Sport und Gesundheit, Teilhabe am Arbeitsmarkt: Das sind nur einige Bereiche, die sich der Arbeitskreis Integration auf die Fahne geschrieben hat, um Menschen mit Migrationshintergrund in Rheinberg zu integrieren. Die Stadt hat im Oktober des vergangenen Jahres ein entsprechendes Konzept verabschiedet.

Was genau der Arbeitskreis macht, ist in einem mehrseitigen Papier festgehalten. Dieses wollen die Verantwortlichen nun der Öffentlichkeit einmal vorstellen – aber nicht in einem trockenen Vortrag oder mit einer Podiumsdiskussion. Das Sozialamt, Träger wie die Caritas, die Tuwas Genossenschaft oder die Kirchen, aber auch zahlreiche Ehrenamtler, organisieren deshalb am Samstag, 28. September, den ersten „Interkulturellen Tag“ in der Stadthalle. Ganz unter dem Motto „Zusammen leben – zusammen wachsen“.

Bundesweite Interkulturelle Wochen

„Mit diesem Tag wollen wir Menschen zusammenbringen und zeigen, dass Rheinberg eine internationale Stadt ist, zumindest in Sachen Nationalitäten“, erklärt Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach. Bundesweit findet vom 22. bis zum 29. September die Interkulturelle Woche statt. „Eine gute Gelegenheit, den Rheinberger Aktionstag in diese Woche einzubinden“, so Sarah Bernstein vom städtischen Sozialamt. Bürgermeister Frank Tatzel eröffnet den Aktionstag um 11 Uhr (Ende 16 Uhr). Danach tritt der Awo Kindergarten auf und präsentiert ein Lied. Die Tuwas-Genossenschaft veranstaltet um 13 Uhr eine Kindermodenschau mit Kleidung, die die Flüchtlingsfrauen am Melkweg selbst genäht haben. Die Bewohner der Zentralen Unterbringungseinheit für Flüchtlinge (ZUE) Orsoy bieten ebenfalls selbstgenähte Kissenbezüge, Taschen oder Tischdecken zum Kauf an.

Internationale Spezialitäten

Vor Ort ist auch das Spielmobil, es gibt Kinderschminken, Henna-Tattoos und ein mehrsprachiges Kinderkino. Aussteller, wie die Pfarrgemeinde St. Peter, die Rheinberger Tafel oder die Leader-Nachbarschaftsberatung stellen sich vor. Um 15 Uhr tritt Judy Bailey auf. „Das ist ein großes Glück für uns, dass wir sie gewinnen konnten“, sagt Bernstein. „Sie ist nah am Thema dran.“ Bailey engagiert sich in der Flüchtlingshilfe in Alpen. Auch kulinarisch wird es international: Es gibt Fingerfood aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Die geflüchteten Frauen bereiten die typischen Speisen ihrer Herkunftsländer vor. Wem es besonders gut schmeckt, kann das passende Rezeptbuch gleich kaufen, auch das haben die Frauen zusammengestellt. Die Organisatoren stellen an einem Stand ihre Integrationsarbeit vor und beantworten Fragen. Man wolle neben dem Spaßfaktor nämlich auch informieren „und vielleicht neue ehrenamtliche Mitstreiter finden“, so Kaltenbach.

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