Unwetter

Die Leitstelle des Kreises Wesel ist für Unwetter gerüstet

Bei Unwettern wird im Kreis Wesel ein Krisenstab gebildet.

Bei Unwettern wird im Kreis Wesel ein Krisenstab gebildet.

Rheinberg/Alpen/Xanten/Sonsbeck.   In der Leitstelle des Kreises Wesel bereitet man sich auf Einsätze vor, sobald Unwetterwarnungen für die Region ausgesprochen werden.

Das große Unwetter blieb am Donnerstag zum Glück aus in Rheinberg, Alpen, Xanten und Sonsbeck. Aber dennoch hatte man sich in der Leitstelle des Kreises Wesel, die im Fall von gefährlichen Wetterlagen oder anderen Krisensituationen die Einsätze von Hilfsdiensten koordiniert, auch alle möglichen Eventualitäten vorbereitet. „Wir haben alle sechs Disponenten und die zwei Kollegen, die für Krankentransporte zuständig sind, aktiviert. Zusätzlich wurden die vier Bereitschaftskollegen informiert, dass sie sich zur Verfügung halten sollen“, erklärte Arno Hoffacker, stellvertretender Leiter der Kreisleitstelle mit Sitz an der Jülicher Straße in Wesel, im Gespräch mit der NRZ, wie man sich auf solche Situationen einstellt.

„Bei uns laufen die Meldungen vom Deutschen Wetterdienst ein, der wie zum Beispiel aktuell Unwetterwarnungen ausspricht. Von hier aus werden der Lage entsprechend der Brandschutz, der Rettungsdienst und der Katastrophenschutz koordiniert“, so Hoffacker. Die Meldungen werden dann an alle Stellen im Kreis, die in solchen Situationen tätig werden, weitergegeben.

Überprüfung aller technischen Systeme

Wenn ein Unwetter droht, werden noch einmal aktuell alle technischen Systeme überprüft. Hoffacker: „Das ist zwar etwas, was wir ohnehin routinemäßig jeden Morgen machen, aber in solchen Situationen muss man sich darauf verlassen können, dass alles funktioniert.“ Donnerstagmorgen gab es ein Gespräch mit dem Kreisbrandmeister. Er wird, falls nötig, ebenso in der Kreisleitstelle sein wie auch Vertreter der Polizei, um bei der entsprechenden Lage schnell einen Krisenstab bilden zu können.

Das Wetter wird in der Kreisleitstelle permanent beobachtet. „Wir können aktuelle Radarkarten betrachten, schauen auf die Gewitter, wie stark sie sind, wieviel Regen fällt, wo sie hinziehen, ob es Sturm gibt“, erläuterte Hoffacker gegenüber der NRZ das übliche Vorgehen. „In jedem Fall versuchen wir, früh genug zu reagieren. Das ist aber in solchen Situationen nur eingeschränkt möglich, weil sich das Wetter immer wieder und auch sehr schnell ändern kann.“

Von dem althergebrachten Wetterspruch bei Gewitter „Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen“ hält Hoffacker überhaupt nichts. „Bei Gewitter sollte man Bäume meiden!“, lautet sein Rat. Und: Auf keinen Fall sollte man bei solch einer Wetterlage schwimmen gehen – das sei äußerst gefährlich.

Bei Gewitter in Gebäuden aufhalten

„Am besten hält man sich bei Gewitter in festen Gebäuden auf. Da ist die Gefahr am geringsten.“ Sollte man draußen unterwegs sein, rät Hoffacker dazu, sich einen festen Unterstand zu sein. Das könne zum Beispiel eine Bushaltestelle sein.

Auch im Auto sein man geschützt. „Das wirkt wegen der Gummibereifung wie ein Faradayscher Käfig. Bei Blitzeinschlag ist man dann nicht geerdet. Da kann den Insassen nichts passieren“, so Hoffacker.

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