Tag des offenen Denkmals

Die Rheinberger feiern ihren Pulverturm

Vor dem Pulverturm gab es reichlich Musik.

Foto: arfi

Vor dem Pulverturm gab es reichlich Musik. Foto: arfi

Beim Tag des offenen Denkmals stand der historische Bau aus dem 13. Jahrhundert im Mittelpunkt. Für Kinder gab es Bastel- und Spielangebote.

Rheinberg. Dass die Rheinberger ihre historische Bausubstanz schätzen, zeigen die vielen engagierten Bürger, die sich in Vereinen für den Erhalt und die Verschönerung der Bauten einsetzen. Passend zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals hatten die Bürgerinitiative „Rund um den Pulverturm“ und der Heimatverein Rheinberg am Pulverturm ein Fest organisiert.

Swing und Blues

Mit den ersten Gästen kam auch die Sonne. Immer mehr Menschen pilgerten zum Areal rund um den Bau aus dem 13. Jahrhundert. Von der Bühne aus wurden die Gäste mit feinem Swing- und Bluessound beschallt. Die Band „Eddie and Friends“ sorgte mit ihren Rhythmen für die passende musikalische Untermalung. Michaela Vervoort von der Bürgerinitiative rund um den Pulverturm freute sich, dass viele Menschen zu der Veranstaltung kamen. „Das ist toll. Wir haben uns ja damals als Bürgerinitiative gegründet, um den Bau des Awo-Gebäudes direkt in Turmnähe zu verhindern“, verriet die Rheinbergerin. Das hätte das Fällen der am Pulverturm angrenzenden Kastanien mit sich gebracht. Der Turm, der das Herzstück Rheinbergs sei, wäre nicht mehr so zur Geltung gekommen. Das Bauvorhaben ist bekanntlich von der Awo aufgegeben worden. „Damals haben wir uns gewehrt, jetzt wollen wir mit tollen Aktionen den Pulverturm wieder ins Bewusstsein der Rheinberger rücken“, sagte Vervoort. Künftig werde der Verein deshalb einige Projekte umsetzen, die das historische Denkmal aufwerten. Für eine Illumination habe die Initiative bereits gesorgt. „Wir sammeln demnächst Ideen und schauen, was noch gemacht werden kann.“

Auch der Heimatverein war mit im Boot. Edeltraud Hackstein unterstrich, dass es auch diesem Verein wichtig sei, dass neben den anderen historischen Gebäuden auch der Pulverturm zur Geltung komme. In den vergangenen Jahren sei er immer wieder in Konzepte des Heimatvereins und auch des Stadtmarketings Rheinberg mit eingebunden gewesen. Paul Feltes sei einer der engagierten Ideengeber gewesen. „Ich erinnere noch an das Kopfkino-Event im Pulverturm im Rahmen der Local Heroes-Reihe, das sogar wiederholt wurde“, betonte Edeltraud Hackstein.

Aufwertung des Pulverturms

Glücklicherweise werde der Pulverturm auch seitens der Stadt als wichtiges Symbol gesehen. „Es gibt seit einigen Jahren das ‘Integrative Handlungskonzept’, das die Entwicklung historischer Gebäude fördert.“

Daran erinnerte auch Bürgermeister Frank Tatzel bei seiner Begrüßungsrede, der erklärte, dass Rat, Verwaltung und entsprechende Ausschüsse daran arbeiten, unter anderem auch den Pulverturm aufzuwerten.

Rund um den Turm, der 1598 beim Angriff der Spanier auf Rheinberg explodierte, war jede Menge los. Kinder ließen beim Luftballonwettbewerb bunte Ballons steigen Bei Creativo wurden Holzflamingos und andere Figuren mit dem Rheinberger Künstler „Luja“ gebastelt, das Spielmobil lud zum Toben ein. Am Abend stand eine Grillparty mit Musik auf dem Programm.

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