Auskiesung

Die Seen-Platte ist nach dem Landkauf im Plansoll

Im Lüttinger Feld kann nun, wie bereits 2010 beschlossen wurde, ausgekiest werden.

Foto: arfi

Im Lüttinger Feld kann nun, wie bereits 2010 beschlossen wurde, ausgekiest werden. Foto: arfi

Stadt, Hülskens und Grundstückeigentümer haben sich geeinigt. Weitere Wohnbebauung und „ökologische Zone“ rücken näher.

Xanten-Lüttingen. Die Stadt und die Firma Hülskens sind jetzt auch mit dem letzten Grundstückseigentümer im Lüttinger Feld, der bislang nicht verkaufen wollte, handelseinig geworden. Auch hier soll nun ausgekiest werden. Außerdem wird auch im Bereich Mölleweg/Dornbuschweg/Lüttinger Straße hin weiter gebaggert, so wie es der vom Stadtrat als städtebauliche Zielvorstellung im Jahr 2010 beschlossene Rahmenplan vorsieht. Das Konzept ist damals mit dem Auskiesungsunternehmen Hülskens abgestimmt worden; auf dieser Grundlage wird derzeit bereits im nordöstlichen Bereich des Lüttinger Feldes ausgekiest. Stichtag ist der 31. Dezember, bis dahin muss das Kiesunternehmen fertig sein.

Schwimmende Häuser

Im jüngsten Bezirksausschuss trieb Josef Bours (CDU) in diesem Zusammenhang allerdings eine andere Sorge um: „Die Lüttinger haben damals nichts gegen die Auskiesung gesagt, weil sie Sorge hatten, dass andernfalls im Lüttinger Feld ein Haus nach dem anderen gebaut wird. Und jetzt sind da schwimmende Häuser geplant?“ Bürgermeister Thomas Görtz bestätigte das Vorhaben, über das im Zusammenhang mit den angemeldeten Projekten für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 2027 in der Metropole Ruhr bereits ausführlich berichtet wurde. Allerdings handelt es sich nicht um Floating Houses wie in Vynen, sondern hochpreisige schwimmende Häuser auf einem kleinen Abschnitt des Wassers. Da, so Bürgermeister Görtz, brauche man keine Angst zu haben, dass die nicht gepflegt werden, dafür seien die zu teuer, da würden die Eigentümer schon selber drauf achten. Das ganze Projekt sei übrigens eine Sensation, einmalig in Nordrhein-Westfalen. „Da kann Lüttingen dann stolz drauf sein.“

Erweiterung des Wohngebietes

In einem nächsten Schritt wird die Erweiterung des Wohngebietes „Lüttinger Feld-Dombogen“ in nordwestlicher Richtung angepeilt, zwischen Mölleweg-Dornbuschweg-Varusring. Niklas Franke, technischer Dezernent: „Auch die Erweiterung des Wohngebietes Lüttinger Feld müsste noch, nach entsprechendem Grunderwerb durch die Stadt Xanten, durch ein Bauleitverfahren umgesetzt werden“. Und dann wird der zweite Abschnitt der „ökologischen Wasserzone“ in Angriff genommen. Sprich: Entlang des Varusringes wird zwischen Mölleweg und Salmstraße weiter ausgekiest. So sehen es jedenfalls die Rahmenpläne vor.

Allerdings: „Wer pflegt eigentlich die Wege, wenn die Auskiesung im Lüttinger Feld einmal abgeschlossen ist? Macht das die FZX?“ wollte Bours (CDU) noch wissen. Bürgermeister Thomas Görtz antwortete schnell und knapp: „Nein“. Wenn Hülskens fertig sei mit der Baggerei nach Kies, dann gehe das Lüttinger Feld ins Eigentum der Stadt über. „Und welches Interesse sollte Freizeitchef Wilfried Meyer haben, städtische Wege zu pflegen?“

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