Spargelsaison

Die Spargelzeit hat auch in Alpen begonnen

Geschäftsführer Roman Merkewitsch (links) und Erntehelfer Petru Cotos

Geschäftsführer Roman Merkewitsch (links) und Erntehelfer Petru Cotos

Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.   Auf den Feldern des Spargelhofes Schippers in Veen haben die Erntehelfer schon viel zu tun: Saison startete aber etwas später als 2017.

So langsam ist Betrieb auf den Feldern rund um den Spargelhof Schippers in Veen: Auf den Ackerflächen sind die Erntehelfer damit beschäftigt, die ersten Spagelstangen zu stechen und auch der Verkauf im Hofladen an der Tackenstraße nimmt Fahrt auf. „Derzeit ernten wir gut 20 Prozent der täglichen möglichen Erntemenge“, erklärt Roman Merkewitsch. Er ist neben Achim und Markus Schippers einer von drei Geschäftsführern des Hofes.

Mit dem Start in die diesjährige Spargelsaison ist Merkewitsch zufrieden, auch wenn sie etwas später beginnt als im vergangenen Jahr. „2017 hatten wir einen sehr guten März und daher schon früh mit der Ernte beginnen können. Jetzt haben wir den ersten Spagel zwischen dem 10. und dem 15. April gestochen und das ist nicht außergewöhnlich, sondern eigentlich der durchschnittliche Zeitraum für den Start.“ Den größten Einfluss auf den Erntebetrag hat das Wetter, denn das Gemüse sei sehr temperaturempfindlich. Der Spargel wächst am besten bei 20 Grad am Tag. Nachts dürfen die Temperaturen nicht unter zehn Grad fallen. Sind diese besonders guten Bedingungen gegeben, so kann eine Spargelstange zwischen zwei und fünf Zentimeter am Tag wachsen. Nun war es in den vergangenen Wochen aber ziemlich wechselhaft und das zeigt sich an der noch geringeren Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr. Fast alle Felder rund um Veen sind mit schwarzer oder weißer Folie abgedeckt. Und das hat einen Grund: „Die schwarze Folie absorbiert das Sonnenlicht, dadurch wächst der Spargel schneller. Die weiße Folie mindert den Ertrag. So kann man die Ernte etwas kalkulieren“, erklärt der Geschäftsführer. Außerdem verhindert die Folienabdeckung das schnelle Blauwerden der Spargelköpfe. Angebaut wird auf dem Spargelhof zu 95 Prozent weißer Spargel und fünf Prozent grüner Spargel, schätzt Merkewitsch. Weißer Spargel sei bei den Deutschen einfach beliebter, sagt er.

Auf den Feldern arbeiten überwiegend Polen und Rumänen, so wie in den letzten Jahren auch. „Es hat sich niemand hier aus der Region zum Spargelstechen vorgestellt“, sagt Merkewitsch. Die osteuropäischen Erntehelfer sind während der Saison in eigenen Appartements untergebracht. Bereits am frühen Morgen geht es aufs Feld, bis zum Mittag wird gestochen und nach einer gemeinsamen Pause, geht es bis zum Abend weiter. Dann wird der Spargel sortiert und teilweise auch noch maschinell geschält. „Die Nachfrage steigt jetzt stetig an. Das liegt an dem milderen Wetter. Die Leute haben mehr Appetit auf das Edelgemüse.“ 11,90 Euro kostet ein Kilogramm Spargel erster Klasse momentan auf dem Spargelhof. Die zweite Klasse kostet 10,40 je Kilo. „Damit bewegen wir uns im mittleren bis leicht erhöhten Preissegment.“ Große Preissprünge möchte der Geschäftsführer vermeiden.

In der rund zwei- bis dreimonatigen Saison sind zwischen 120 und 140 Menschen, dazu zählen Erntehelfer, Fahrer, Verkäufer und Gastronomiemitarbeiter, auf dem Hof und in den zehn Verkaufsständen unter anderem in Alpen, Xanten, Rheinberg und Sonsbeck aktiv. Pro Tag ernten die Helfer zwischen 1000 und 3500 Kilo Rohware. Davon fallen dann noch Bruchware und Abschnitte weg. 25 bis 30 Hektar sind dieses Jahr mit Spargel angelegt worden.

Alpens Spargeldöner

Am Donnerstag öffnet der Spargelhof Schippers auch sein beliebtes Spargelzelt. Ab 17 Uhr können die Besucher die vielfältigen Spargelkreationen des Buffets genießen. Wer hier einen Platz haben möchte, sollte sich mit einer Reservierung beeilen: Es gibt am Donnerstag nur noch wenige der 150 Plätze. Außer montags kann dann täglich ab 17 Uhr (an Sonn- und Feiertagen bereits ab 11 Uhr) im Spargelzelt der hofeigene Spargel gegessen werden. Merkewitsch selbst ist in der Saison fast täglich Spargel. Mal mediterran gewürzt, auf dem Flammkuchen oder als Döner. Seit drei Jahren gibt es nämlich den Spargeldöner beim Imbiss Irem an der Lindenallee. Die Fladenbrottasche ist dann neben dem Dönerfleisch unter anderem mit Kochschinken und Spargelstücken gefüllt. Und sie scheint auch in diesem Jahr gut zu laufen: Die nächste Lieferung für den Imbiss macht Roman Merkewitsch schon fertig...

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik