Coronakrise

Die Wichern-Schule in Sonsbeck will nach der Krise aufblühen

Die Nistkästen müssen schon angebracht werden.

Die Nistkästen müssen schon angebracht werden.

Foto: Grundschule

Sonsbeck.  Das Schulleben der 285 Kinder und des Lehrerkollegiums der Grundschule sind durch den Corona-Virus stark getroffen.

Die bundesweiten Schulschließungen haben auch das Schulleben von 285 Kindern und dem Lehrerkollegium der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule stark getroffen. Mit Arbeitsplänen für drei Schulwochen ausgestattet, wird jetzt Zuhause gelernt. „Eine echte Herausforderung für unsere Kinder, aber auch sicherlich nicht immer eine leichte Aufgabe für unsere Eltern“, denkt Schulleiter Martin Nenno, der sich im Namen seines Kollegiums für die „große Solidarität der Elternschaft“ bedankt.

Das Natur-Projekt der Grundschule wurde bewilligt

Die Johann-Hinrich-Wichern-Schule (JHW) hat bereits im vergangenen Jahr einen Projektantrag „Die JHW Schule blüht auf“ bei kleinaufbildung gestellt. Das geplante Projekt wurde bewilligt und wird jetzt gefördert. Der Schulleiter erläutert das Projekt: „Die Schüler sollen bei der Umsetzung lernen, dass unsere bedrohte Insekten- und Vogelwelt einen Lebensraum braucht. Insekten spielen eine wichtige Rolle in der Natur. Sie sind Bestäuber für viele Pflanzen, aber auch Nahrung für viele Tiere wie für Vögel, Igel und Fledermaus.“

Die Klasse 2 b möchte einen Beitrag zum Umwelt- und zum Klimaschutz leisten. Hinter der Schule soll auf einer Fläche von etwa 400 m² eine Wildblumenwiese angelegt werden. Eine Blumenwiese soll nicht nur ein Hingucker sein. Sie ist auch ein wichtiger Lebensraum und eine Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Eine Wildblumenwiese allein genügt den Kindern der 2 b jedoch nicht. In den zurück liegenden Wochen wurden zwölf Nistkästen und drei Fledermauskästen gebaut und farbig angemalt. Der Bauhof wollte vor den Osterferien die Nisthilfen zusammen mit den Kindern rund um die Schule aufhängen. Die Schüler hatten sich schon riesig gefreut, ihre Nistkästen mit Hilfe einer Teleskopbühne zu platzieren. Doch daraus wird nichts. Die Angebote zum Niste hängen schon. Es blieb keine Zeit, auf das Ende der Corona-Krise zu warten. Die Vögel bauen ihre Nester zeitig im Frühjahr.

Ein Insektenhotel, eine Trockenmauer und einen Totholzplatz will die Schule anlegen

Weiter sollten noch vor den Osterferien ein großes Insektenhotel, eine Trockenmauer und ein Totholzplatz auf der Wiese entstehen. Auch der nächste Einschulungsbaum – eine Robinie, Baum des Jahres 2020 – soll auf der Wiese gepflanzt werden.

Der Bau des Insektenhotels kann nun erst nach den Osterferien beginnen. Klassenlehrerin Bettina Winnekens erläutert das pädagogische Ziel: „Im Sachunterricht lernen die Kinder Wiesentiere und -blumen kennen. Dabei soll den Kindern die Abhängigkeit zwischen Blumenwiese und Insektenvielfalt bewusst werden.“

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