Veranstaltungsreihe

Die Xantener Hafen-Promenade wird zur Bühne

Die „ Speedos“ werden als mobile Akustik-Künstler über die Heinz-Trauten-Promenade ziehen.

Die „ Speedos“ werden als mobile Akustik-Künstler über die Heinz-Trauten-Promenade ziehen.

Foto: FZX / NRZ

Acoustic Plaza, Rote Nacht und Hafenzauber: Im Hafen Xanten gibt es am kommenden Wochenende jede Menge Programm – fürs Auge und für die Ohren

Xanten. Nach der Mallorca-Beachparty sind es nun eher die ruhigen Töne, mit denen das Team des Freizeitzentrum Xantens (FZX) die Besucher anlocken möchte. Das kommende Wochenende steht daher voll und ganz im Zeichen der akustischen Musik. Los geht es am Freitag, 16. August, mit der fünften Ausgabe der „Acoustic Plaza“, der Konzertreihe für Singer-Songwriter und akustische Musik im Hafen Xanten, Salmstraße 30.

Von 19 bis 22 Uhr stehen vier Künstler auf der Open-Air-Bühne auf der Heinz-Trauten-Promenade mit der Xantener Südsee als Hintergrund und dem Sonnenuntergang als Bühnenbild. Seit gut einem Jahr organisiert das FZX diese Veranstaltungsreihe. „Im Hafen Xanten haben wir den Schwerpunkt auf Unplugged-Musik gelegt. In Verbindung mit der Kulisse kommt das beim Publikum sehr gut an“, erklärt Andreas Franken, zuständig fürs Marketing des FZX. Alle Künstler treten am Freitag das erste Mal beim Acoustic Plaza auf. Dazu gehört auch Hannah Stienen aus Essen. Sie hat sich dem Songwriter-Pop verschrieben. Ihre Musik erzählt von Träumen, Enttäuschungen oder der ersten Liebe. Mit 16 Jahren produzierte Hannah Stienen zusammen mit dem Kölner Country-Duo „Mrs. Greenbird“ ihren Song „Oh My My My“ für die TV-Show „Dein Song“. Seitdem ist sie auf Bühnen in ganz Deutschland unterwegs.

Ebenfalls auf der Bühne steht das Duo „Die ganz normalen Bürger“ aus Duisburg. Sie präsentieren Deutschrock. Der Punkbarde Chris von der Düssel legt mit seinen „Acoustic Randale“-Songs den Finger in gesellschaftliche Wunden. Ob Rassismus, Faschismus, Zwangsprostitution oder Tierquälerei: Er nimmt bei solchen Themen kein Blatt vor den Mund, aber auch Lebenslust und Lebensfrust kommen bei dem Düsseldorfer musikalisch nicht zu kurz.

Rhythmisch und mitreißend

Dann wird es lateinamerikanisch. Seit drei Jahren tourt die Singer-Songwriterin Clara Krum mit der argentinischen Band FDG durch die ganze Welt. Ihre Musik ist emotional, rhythmisch und mitreißend, mal blitzen südamerikanische Einflüsse auf, mal AC/DC. Der Eintritt ist frei, die Künstler hoffen auf eine Spende in den Hut.

Am gleichen Ort geht es am Samstag, 17. August, (19 bis 24 Uhr) und Sonntag, 18. August, (13 bis 17 Uhr) weiter. Dann verwandelt sich die Heinz-Trauten-Promenade zur Bühne für eine bunte Vielfalt an Straßenkünstlern. Der Samstagabend wird zur roten Nacht. „Passend zu dem Motto stimmen wir die Beleuchtung des Hafens auf die Farbe Rot ab“, sagt Franken. Die Besucher erwartet an beiden Tagen ein varietéähnliches Programm. Da wären zum Beispiel die lebenden Schaufensterfiguren von „Mannekino“.

In der Auslage seines Retro-Ladens erlebt ein Dekorateur unerwartete Turbulenzen, da seine Schaufensterpuppe plötzlich zum Leben erwacht. „Mannekino“ setzt diese Geschichte mit akrobatischer Finesse in Szene.

Das „WallStreet Theatre“ mit seiner Show „Simply British“ setzt ganz in der Tradition von Mr. Bean und Monty Python auf herrlich schrägen Humor, Nonsens und aberwitzige Verbalattacken.

Perfekt gekleidet in Anzug und Krawatte, herausgeputzt mit Pomade, Hornbrille und Sockenhalter, betreten Herr Schultze und Herr Schröder die Bühne, um mit Vorurteilen gegenüber den Briten aufzuräumen.

Der aus den 70-er Jahren gebeamte Arthur Gritzner amüsiert sein Publikum mit artistischer Komik, Jonglage in XXL, merkwürdigen Einrad-Stunts, verblüffenden Verwandlungstricks und natürlich Horst, seinem überraschend auftauchenden Doppelgänger.

Von der Badewanne zum Pazifik

Kapitän Fridjof Jansen bereist die Gewässer dieser Erde, von seiner Badewanne bis zum pazifischen Ozean, und reißt mit seinen Geschichten auch Landratten mit. Gekonnt demonstriert er, wie Matrosen ihre Heuer an Hütchenspieler im Hafen verlieren. Zudem wird es am Samstagabend musikalisch: Die aus den Vorjahren bekannte Formation „Die Speedos“ werden dann als mobile Akustik-Künstler über die Heinz-Trauten-Promenade und die Hafenterrasse des Plaza del Mar ziehen. Jeweils zwischen den Auftritten der Straßenkünstler werden sie ihre flotten Interpretationen von Musikstücken aus Rock’n‘Roll, aktuellen Charts, 80er-Hits, Party- und Rocksongs, Evergreens, Oldies, Balladen und Stücken der „Beatles“ allesamt unplugged, also ohne Mikrofon, Verstärker, Technik oder „doppelten Boden“ darbieten: Mit Kontrabass, Gitarre, Saxophon, Harp und Schlagzeug – gespielt unmittelbar zwischen den Gästen. Der Eintritt ist ebenfalls frei.

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