Stadtentwicklung

Drei-Punkte-Plan für den Rheinberger Norden

Edeka Luft will den Standort im Ortskern verlassen und an der Borther Straße am Ortsrand Richtung Sportplatz neu bauen.

Edeka Luft will den Standort im Ortskern verlassen und an der Borther Straße am Ortsrand Richtung Sportplatz neu bauen.

Foto: Fischer, Armin ( arfi ) / Fischer, Armin (arfi )

Borth.  Die CDU will ein Dorfentwicklungskonzept für Borth – für die Modernisierung des Marktplatzes, des Edeka-Areals und des alten Rathauses.

Die CDU habe sich in der nun endenden Legislaturperiode stets bemüht, alle Stadt- und Ortsteile in Rheinberg zu berücksichtigen, unterstreicht Fraktionsvorsitzender Erich Weisser. Die Sanierung des Alten Rathauses, des Kirchwegs und des Parkplatzes an der Grundschule in Orsoy, die Beleuchtung an der Rheinberger Straße und die Ausweisung des kleinen Bebauungsgebietes zwischen Friedhof und Wäldchen in Budberg, die Entwicklung des Bebauungsgebietes an der alten Schule in Ossenberg, der Förderantrag für ein neues Sportheim Millingen und natürlich die Innenstadtsanierung inklusive des Alten Rathauses in der Innenstadt – „die CDU hat an vielen Maßnahmen in den Ortsteilen mitgewirkt“, so Erich Weisser. „Nur Borth ist etwas stiefmütterlich behandelt worden.“

Umso mehr freut sich der Fraktionschef, der selbst in Borth lebt und dort auch seinen Wahlbezirk hat, auch für den Norden etwas verkünden zu können, das über den Ausbau der alten „Steinkopf Villa“ (so wird das ehemalige Schulleiterhaus an der Wallacher Grundschule genannt) für die Offene Ganztagsbetreuung sowie den Bau der Urnenstelen auf dem Borther Friedhof hinausgeht. Weisser: „Wir haben schon 2019 ein Dorferneuerungskonzept für Borth beantragt, für das es öffentliche Fördermittel gibt.“ Er rechne mit bis zu 400.000 Euro. Eine Bürgerbeteiligung, die eigentlich noch im September hätte stattfinden sollen, ist nun für November geplant. Dabei seien Anregungen und Vorschläge erwünscht und sollen in einer Konzeption berücksichtigt werden.

Weisser nennt drei Punkte, wo investiert werden sollte. Zunächst in den Marktplatz vor der Borther Kirche. Der sei seit nahezu 40 Jahren unverändert und müsse drigend modernisiert werden. Dann müsse man sich Gedanken über das Edeka-Areal machen. Edeka will an der Borther Straße am Ortsausgang Richtung Sportplatz einen neuen, erheblich größeren Markt bauen. Am jetzigen Standort gibt es keine ausreichende Erweiterungsmöglichkeit. Offenbar verzögerten sich die Neubaupläne aber um ein bis zwei Jahre, so Erich Weisser, der sagte: „Wir müssen schauen, was dann mit und rund um den jetzigen Standort passiert.“

Getränkemarkt oder Abriss?

Ob anschließend ein Getränkemarkt oder ein anderes Geschäft in den Markt einziehe oder die Immobilie möglicherweise sogar abgerissen werde, stehe momentan noch in den Sternen.

Schließlich müsse am alten Borther Rathaus etwas passieren. In dem städtischen Gebäude befinde sich eine Zahnarztpraxis im vorderen, denkmalgeschützten Teil. Der CDU-Mann: „Der Anbau ist so marode, dass man ihn nur noch wegreißen kann. Dort könnte man stattdessen zwei Mehrfamilienhäuser hinsetzen.“

Er halte es für angemessen, in Borth zu investieren. Weisser: „Auch, weil im nächsten Jahr die Kanalbauarbeiten im Hesperfeld beginnen. Das bedeutet Baustellen, Dreck und Unannehmlichkeiten für viele Borther.“

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