Jubiläum

Ehepaar aus Sonsbeck feiert Eiserne Hochzeit

Eisernes Hochzeitspaar Wilhelmine und Herbert Kallweit.

Eisernes Hochzeitspaar Wilhelmine und Herbert Kallweit.

Beim Sport hat’s gefunkt: Wilhelmine und Herbert Kallweit haben sich beim Volleyballtreff kennegelernt. Sie sind nun seit 65 Jahren verheiratet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sonsbeck . So kurz nach dem Zweiten Weltkrieg – was konnten da die jungen Menschen schon in der Freizeit unternehmen? Dazu noch in einem Dorf wie Veen, weitab der Großstadt? Die Möglichkeiten waren damals minimal. Jungen und Mädchen trafen sich zum Beispiel zum Völkerball. Auch Wilhelmine Kallweit, geborene Dickerboom, und Ehemann Herbert. 1948 kamen sie sich auf diese Weise näher. In dieser Woche sind die beiden Sonsbecker seit 65 Jahren verheiratet und feiern ihre Eiserne Hochzeit. Zu den Gratulanten gehören auch ihre zwei Söhne und eine Tochter, fünf Enkel und zwei Urenkel.

Herbert Kallweit stammt aus Dorsten. Er begann eine Lehre als Möbelschreiner, die er allerdings während des Weltkriegs unterbrechen musste. Als sein Kaplan eines Tages nach Veen versetzt wurde, ging er mit an den Niederrhein, arbeitete und lebte hier auf einem Bauernhof. „Beim Völkerball habe ich dann Wilhelmine kennengelernt“, sagt der heute 90-Jährige. „Wir trafen uns immer öfter“, fügt Ehefrau Wilhelmine hinzu. Am 12. September 1953 heirateten die beiden.

Hausbau ging vor

Herbert Kallweit fand eine Ausbildungsstelle als Möbelschreiner bei der Firma Holtappels in Sonsbeck. Anschließend arbeitete er dort lange Jahre als Geselle. Seine Frau arbeitete 20 Jahre in einer Wäscherei.

Einige Jahre lang fuhr Herbert Kallweit noch jeden Tag von Veen nach Sonsbeck zur Arbeit, aber 1958 kauften sie dort an der Gartenstraße ein Grundstück, um ihr Eigenheim zu bauen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn beide trugen mit Muskelhypothek dazu bei, dass die Kosten im Rahmen blieben. Auch den späteren Innenausbau mit den Holzdecken und den Türen übernahm wieder Herbert Kallweit in Eigenarbeit.

Urlaub? Gab es nicht, das Bauen hatte Priorität. „Erst Mitte der 60er Jahre sind wir das erste Mal weggefahren. Mit einem Ford Taunus nach Bayern“, erinnern sich die beiden. Später kamen dann auch entferntere Ziele im Ausland hinzu, mal Rom oder mal Lourdes.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben