Martinsmarkt

Ein schöner Hauch von Weihnachten

Für jeden Geschmack war etwas dabei.    

Foto: Alexander Florie

Für jeden Geschmack war etwas dabei.     Foto: Alexander Florie

Rheinberg.   Trotz des unbeständigen Wetters genossen die Besucher die Atmosphäre und die Angebote beim 4. Martinsmarkt am Hospiz Haus Sonnenschein.

Was sich an diesem Wochenende auf dem Vorplatz des Hospizes Haus Sonnenschein abspielte, hatte schon viel von weihnachtlichem Flair. Entspannte Stimmung an den Stehtischen, atmosphärisch-heimeliges Licht in den Hütten und lockere Gespräche kennzeichneten die vierte Auflage des Martinsmarktes. Insgesamt acht Stände und 15 Hütten waren vor dem Hospiz aufgebaut. „Uns war immer so etwas wie ein dörflicher Charakter wichtig“, erläuterte Hospiz-Leiterin Beate Bergmann. Deshalb habe man auch nicht mehr Hütten zugelassen – und sogar einige Interessenten abweisen müssen.

Der Markt habe mittlerweile schon Tradition, ergänzte Ulrike Wellner, Vorsitzende des Fördervereins. „Und die Rheinberger mögen den Martinsmarkt.“ Die Erlöse kommen auch in diesem Jahr dem Förderverein und damit dem Hospiz zugute. „Die Bewohner haben viele Bedürfnisse – da kann man dann auch Wünsche erfüllen.“ Das Angebot der einzelnen Hütten erwies sich als recht vielfältig. So verkaufte Katharina Borkes aus Weeze beispielsweise Kerzen aus Bienenwachs. „Ich bin zum dritten Mal hier, die Leute sind sehr entspannt. Und wenn man was für den guten Zweck tun kann....“

Schmuck, Mützen und Socken

Nebenan bot die Kamp-Lintforterin Claudia Rienäcker Schmuck und Weihnachtliches an. „Das Ambiente ist nett, eine gemütliche Runde“, fand auch Ute Elsner, die sich hier ein originelles Geschenk ausgesucht hatte. „Das sind Nespresso-Ohrringe“, verriet die Leiterin des St. Thekla-Hauses. Volker Reingans aus Rheurdt brachte mit einem Freund die Mützen und Socken, die Freundin Beate Bock gefertigt hatte, unters Volks. „Noch läuft es etwas schleppend, aber wir hoffen auf Besserung.“ Der zwischenzeitliche Regen vor allem am Samstag machte es den Verkäufern nicht leicht.

Auch die Mitarbeiter des Hospizes hatten einen Stand, an dem von den Bewohnern gefertigte Dinge verkauft wurden. „Der Adventskalender mit den 24 Socken war sofort weg“, freute sich Beate Renfeld über das Interesse an der Kreativität von Menschen, die sich in ihrem letzten Lebensabschnitt befinden.

Susanne Somberg aus Budberg war angetan vom reichhaltigen Angebot. „Ich kannte den Martinsmarkt noch nicht, hatte einen Flyer gesehen.“ Ihr reges Interesse fand der kleine Büchertrödel im trockenen Pavillonzelt. „Bücher, dazu schöne handgemachte Sachen – alles prima.“

Dirk und Melanie Rösken gönnten sich am Stehtisch einen Glühwein. „Die vielen Kleinigkeiten, die man entdecken kann, machen das besondere Flair aus“, fand die Rheinbergerin. „Ich find’s gemütlich“, ergänzte der Alpsrayer Oliver Szupancsics. Am gestrigen Sonntag wurde es sogar noch spektakulär – mit der Feuershow der Essener Gruppe „Feuerfest“.

Das Wichtigste sei der Einsatz für den guten Zweck, fand der Moerser Oliver Frenkel, der Flammlachs verkaufte und mit Freunden gebastelt und gebacken hatte, um seine Hütte zu bestücken. „Meine Oma war hier im Hospiz. Und wenn man weiß, was die Mitarbeiter leisten, dann stellt man sich gerne dafür hier hin.“

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