11. Enni-Night der Bands

Eine Nacht voller Musik in der ganzen Stadt Rheinberg

Wie im Pio’s, wo das Duo Walkin’ Shoes für Stimmung sorgte, trafen sich in den Lokalen viele Stammgäste und tanzten zur Live-Musik.

Wie im Pio’s, wo das Duo Walkin’ Shoes für Stimmung sorgte, trafen sich in den Lokalen viele Stammgäste und tanzten zur Live-Musik.

Foto: Armin Fischer

Rheinberg.  11. Enni-Night of the Bands bringt in Rheinberg wieder zahlreiche Menschen auf die Beine. Einige Außenlokale fühlen sich ein wenig abgehängt.

Zahlreiche Menschen waren am Samstagabend bis in die Nacht in und um Rheinberg unterwegs, um bei der elften Enni-Night of the Bands in den diversen Gaststätten und Hallen das neue Jahr gebührend miteinander zu begrüßen. Viele fingen da an, wo die ersten Bands loslegten – wie im Budberger Bürgerhaus, wo die Düsseldorfer Kultband The Candidates zum wiederholten Mal mit ihrem stimmgewaltigen Sänger Chris Platte für Oldie-Power sorgte. „Das ist uns echt lieb geworden hier. Und man kriegt ’nen lecker Underberg“, freute sich der Sänger in der Pause über die kleine Stärkung.

Christiane aus Orsoy lauschte der Band mit ihren Freundinnen. „Man trifft viele Leute – das ist die Rheinberger Nacht“, sagte die 52-Jährige. Die Gruppe war vom Budberger Bahnhof rüber gekommen, wo das Trio Gentle Bandits mit Akustik-Covern und einer tollen Sängerin für Begeisterung sorgte.

Der Andrang ist überschaubar

Dort wie auch im Vierbaumer Adler mit The Sonny Boys aus Duisburg war der Andrang nach anfänglich starker Resonanz dann doch recht überschaubar. „Die Ränder verhungern“, brachte es Luise Theile vom Adler auf den Punkt. „Die Leute fahren früh weg, damit sie mit dem Shuttle-Bus noch in die Stadt kommen. Das ist Mist für uns“, machte Peter Houcken vom Bürgerhaus seinem Frust Luft.

Organisator Adam Ruta brachte die gesetzliche Ruhezeit und die Erklärung ins Spiel, dass der wohl wenig erfahrene Fahrer an einigen Standorten ein paar Mal zu früh losgefahren sei. „Wir arbeiten lange mit dem Unternehmen zusammen und werden mit ihm das Problem angehen“, so Ruta.

Viele Gäste pendeln zwischen den Lokalen

Das änderte aber nichts an der guten Stimmung der Leute. „Ich besuche hier meine Tante. Ihr Freund spielt bei Moonrox“, erzählte Anna-Sophia Struck, die aus Detmold ins Rheinberger Zuff gekommen war. Neben den Cover-Rockern überzeugten dort Electrio mit funk-jazzigen und sphärischen Soundelementen sowie Higgins Dirty Work mit Songs von Pink Floyd bis J. J. Cale. „Geht bei Euch auch Springsteen?“ fragte Sängerin Ellen Widerstein das Publikum. Es ging.

In der Kern-City pendelten viele zwischen den Lokalen. Die Ossenbergerin Janine Margiciok und ihre beiden Freundinnen genossen in der Alten Apotheke Hits der Spider Murphy Gang oder von den Ärzten, performed von The Lucky Ones.

Traditionell voll waren Orte wie das Punto auf der Gelder Straße: „Ich hoffe, die kommen die nächsten 25 Jahre noch. Die könnten auch das Telefonbuch spielen“, meinte Ruta über die Band Skip Direction, die zwar kurzfristig ihre Sängerin und den Mann am Mischpult ersetzen musste aber mit Songs von U 2 oder Queen voll überzeugte. „Man trifft sich, es sind viele Menschen da und es gibt Livemusik. Ich mag das“, beschrieb Miriam Schittek die Vorzüge dieser Nacht.

„Hier ist nie Stress“

Entspanntere Klänge gab es im Pio’s mit dem Duo Walkin’ Shoes, in der Schöpsbröck oder bei karibischen und Latin-Klängen von Rumbambé im Wein & Cocktail-Laden zu hören. „Beim Cha-Cha-Cha gehen die Leute mit, singen und tanzen“, freute sich der aus Kuba stammende Musiker Mario Reynosso.

Abzappeln konnte man auch im VoKaTo zum Granufunk mit tanzbaren Grooves und im Kamper Hof bei der kurzfristig eingesprungenen Ersatzband Cookie & friends. Klaus Reiner aus Ossenberg stieß dort mit seinen Freunden an. „Hier ist nie Stress, es ist sehr gemütlich und immer für maximal ein Bier Zeit“, sagte er und lachte sich eins.

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