Maskottchenrennen

Eisbär tritt in Rheinberg gegen Kobold an

Kobold Mitmän, das Maskottchen des Landschaftsverbandes Ruhr (LVR), startet auch in Ossenberg. 

Kobold Mitmän, das Maskottchen des Landschaftsverbandes Ruhr (LVR), startet auch in Ossenberg. 

Foto: Carsten Kämmerer / NRZ

Rheinberg-Ossenberg.  Carsten Kämmerer organisiert das erste Ossenberger Maskottchenrennen zugunsten der Charity-Aktion „Bewegen hilft“.

Es war wieder so eine Nacht, in der der Ossenberger Carsten Kämmerer nicht schlafen konnte. „In solchen Nächten kommen mir aber die besten Ideen“, sagt der 47-Jährige lachend. Und nach genau so einer Idee hat Kämmerer zufälligerweise auch noch gesucht. Nach der erfolgreichen Tombola im vergangenen Jahr, zugunsten der Charity-Aktion Bewegen hilft, initiiert vom Volksbank-Chef Guido Lohmann, wollte Kämmerer auch 2019 wieder eine Veranstaltung für den guten Zweck organisieren. Und dann war da die Idee, die ihn nicht mehr losgelassen hat: ein Maskottchenrennen.

Am Samstag, 24. August, steigt von 13 bis 17 Uhr also die erste Auflage des Ossenberger Maskottchenrennens. „So etwas hat es am Niederrhein noch nicht gegeben. Und passend zu Bewegen hilft, ist es auch eine sportliche Aktion“, erklärt Kämmerer. Schauplatz des Spektakels wird der Fußballplatz des SV Concordia Ossenberg sein.

Insgesamt 14 Maskottchen gehen an den Start. Mit dabei sind: Olaf, der Schneemann (Die Eiskönigin), Kalli (Landesgartenschau Kamp-Lintfort), Mitmän (LVR), Lino (Centro Oberhausen), KAG-Bär (KAG Ossenberg), Bruno (DRK Moers), Knut (NRZ), Emma (Borussia Dortmund), Erwin (Schalke 04), Sam (Volksbank Niederrhein), Kevin (Krefelder Pinguine), Trimmy (DOSB), Enni (Enni) und DocMcStuffins (Kinderserie). Dass es so viele sind, hätte der Organisator auch nicht gedacht. „Ich habe gehofft, dass es zehn werden. Lange Zeit war der Stand bei neun Maskottchen.“ Firmen- und Vereinsidole können aber auch kurzentschlossen sein: Fünf weitere haben nämlich erst in den letzten zwei Wochen zugesagt.

Kleine Hindernisse überwinden

Um 13.30 Uhr werden die Maskottchen von den Mädels der Tanzgarden des Karneval-Ausschusses Gemütlichkeit (KAG) Ossenberg ins Stadion geführt. Um 14.15 Uhr startet der erste Lauf, das Halbfinale. Dass die Maskottchen einfach so über den Platz laufen, wäre Kämmerer dann aber doch ein bisschen zu langweilig gewesen. Also muss ein Parcours her. Die Teilnehmer müssen kleine Hindernisse überwinden, über einen Stock springen, einen Medizinball schleppen oder Slalom laufen.

„Zu schwer wird der Lauf aber nicht, schließlich haben die Maskottchen ja ganz unterschiedliche Voraussetzungen“, sagt Kämmerer schmunzelnd. Wohl wahr: Erwin, das Maskottchen des Fußballclubs Schalke 04 hat Schuhgröße 57 angegeben, Olaf, der Schneemann hat eigentlich gar keine Beine. Die drei langsamsten Maskottchen scheiden in der ersten Runde aus, die anderen starten um 15 Uhr im Finallauf. Die Besucher können fünf Euro oder mehr auf ihr favorisiertes Maskottchen setzen. Gewinnt dieses, kommt der richtige Tipper in eine Losbox, aus der Gewinne gezogen werden. Zu den Preisen zählen Tickets für Restaurants, fürs Phantasialand, die Sternwarte in Bochum, Sportveranstaltungen, aber auch signierte Bundesligaartikel.

Die Rollende Waldschule ist auch vor Ort

Apropos Fußball: Der größte Konkurrenzkampf des Tages wird wahrscheinlich zwischen Emma, dem Maskottchen des BVB, und Erwin, Idol von Schalke 04, ausgetragen. „Mit den Zusagen der großen Fußballclubs habe ich selbst kaum gerechnet“, sagt Kämmerer. Um 15.45 Uhr findet schließlich die Siegerehrung statt. Zwischendurch stehen die Maskottchen als Walking Acts und für Fotos zur Verfügung. Das weitere Rahmenprogramm bilden die Rollende Waldschule, die Tanzgarden treten auf, eine Hüpfburg ist aufgebaut. Fürs leibliche Wohl ist an diesem Tag natürlich ebenfalls gesorgt. Es gibt eine nostalgische Popcorn- und Zuckerwattenmaschine und für jede verkaufte Wurst spendet Peters Suppenküche einen Euro an „Bewegen hilft“. Die Einnahmen des Tages kommen zu 100 Prozent der Aktion „Bewegen hilft“ zugute, verspricht Kämmerer.

Auch wenn es offiziell das erste Ossenberger Maskottchenrennen ist, eine zweite Auflage soll es laut Kämmerer nicht geben „So etwas ist eine einmalige Sache, ein Highlight.“ Aber er hat schon Pläne für seine nächste Charity-Aktion 2020. Was er genau vorhat, verrät er aber noch nicht, vielleicht muss er auch erstmal noch eine Nacht drüber schlafen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben