Straßenschäden

Ende der Kraterlandschaft auf Alpener Straße in Rheinberg

Auf der Alpener Straße befinden sich zwischen Rheinberg und Millingen gleich mehrere Schlaglöcher.

Auf der Alpener Straße befinden sich zwischen Rheinberg und Millingen gleich mehrere Schlaglöcher.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.   Ein Anwohner bemängelt, dass Straßenschäden nicht frühzeitig ausgebessert werden. Die Stadt Rheinberg weist die Kritik zurück.

Es holpert und rumpelt, an manchen Stellen ist das Ausweichen derzeit kaum möglich, ohne auf die Gegenfahrbahn zu geraten: Wer die Alpener Straße von Rheinberg aus in Richtung Millingen befährt, der muss sein Lenkrad ordentlich festhalten. Gleich mehrere kleine und größere Schlaglöcher befinden sich auf der Fahrbahn.

Einem Anwohner der Alpener Straße, der namentlich nicht genannt werden möchte, sind diese Schäden ein gravierender Dorn im Auge. „Schon seit Wochen werden die Schäden schlimmer. Durch den Schnee und Frost wird die Straße schließlich auch nicht besser“, sagte er im Gespräch mit der NRZ. Kurz vor dem Bahnübergang sind die Schäden besonders groß: Zum Teil sind es einzelne recht tiefe Schlaglöcher, vor der Kurve befinden sich gleich mehrere Löcher auf einer Fläche. An manchen Stellen dringt das Wasser bereits in die Schotterschicht ein. Auf einer Strecke von rund 200 Metern verteilen sich die Schäden.

„Ich denke vor allem an Fahrradfahrer. Für die sind die Krater doch besonders gefährlich“, so der Rheinberger. Dieser Teil der Alpener Straße gehört der Stadt Rheinberg, ab dem Kreisverkehr ist der Kreis Wesel für sämtliche Baumaßnahmen zuständig. Der Anwohner kritisiert die Stadt. Statt rechtzeitig einzugreifen und die Straße auszubessern, würden die Verantwortlichen zu lange warten. „Ich repariere mein Dach ja auch nicht erst, wenn es komplett rein regnet.“

Ein weiteres Problem: Die Alpener Straße werde von Lkw befahren. Die 40-Tonner haben dabei kaum eine Chance, die Löcher zu umfahren. Die Kritik, die Straße verkommen zu lassen oder so lange zu warten, bis eine Vollsanierung notwendig wäre, weist Dieter Paus, technischer Beigeordneter der Stadt Rheinberg, zurück. „Es ist nicht unüblich, dass es nach einer Frostperiode zu Straßenschäden kommt und der Asphalt aufplatzt“ , erklärte er. Man warte mit einer Reparatur bewusst so lange, bis das Wetter mitspiele.

Stadt kontrolliert Straßen

Drei- bis viermal pro Woche begutachtet ein Straßenbegeher das Stadtgebiet und meldet vorhandene Schäden. Diese werde man dann zeitnah ausbessern, so Paus. Zu Verzögerungen könne es dabei kommen, wenn es zu viele Schäden gleichzeitig gebe. „Extra gewartet wird aber sicher nicht. Wir kommen natürlich auch unserer Verkehrssicherungspflicht nach.“ Die Ausbesserungen werden aus städtischen Mitteln finanziert.

Die Schäden auf besagtem Abschnitt der Alpener seien dem Tiefbauamt bereits bekannt. „Der Auftrag zur Ausbesserung ist erteilt. Einige Schlaglöcher wurden am Mittwoch bereits ausgebessert, die restlichen werden in Kürze repariert“, versicherte Dieter Paus. Dann sollte die Buckelpiste wohl bald der Vergangenheit angehören – und das nicht nur zur Freude des Anwohners.

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