Glasfaser

Erster Glasfaseranschluss ist in Alpen freigeschaltet

Der Server von Michael Müller (Mitte) läuft nun deutlich schneller. Oscar Janssen (links) und Thomas Janßen

Foto: Jasmin Ohneszeit

Der Server von Michael Müller (Mitte) läuft nun deutlich schneller. Oscar Janssen (links) und Thomas Janßen Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.   Die Alpener Michael und Daniela Müller können seit gestern das schnellere Internet nutzen. Die Glasfaserverlegung sei völlig problemlos gewesen.

Wenn Michael Müller einen Film verpasst hat und sich diesen dann später aus der Mediathek herunterladen wollte, war das eine ganz schöne Tortur: „Wenn ich den Download abends startete, war er am nächsten Morgen fertig“, erzählte Müller. Grund dafür, war das langsame Internet. Solange es nur die Privatnutzung betrifft, könnte man das Problem ja akzeptieren, aber auch beruflich schränkte das langsame Internet den selbstständigen Bauunternehmer erheblich ein.

Doch damit ist jetzt Schluss, denn Michael Müller und seine Frau Daniela sind die ersten Alpener, die dank des Glasfaserausbaus an der Rheinberger Straße seit gestern schnelleres Internet nutzen können. Zur offiziellen Freischaltung kamen der Projektleiter der deutschen Glasfaser für die Region, Oscar Janssen, Vertriebspartner Daniel Aram und Christian Thönnissen sowie Thomas Janßen, Fachbereichsleiter für die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Alpen.

Letztes Jahr im Sommer befragte die deutsche Glasfaser die Alpener und die Bürger in Menzelen-West, ob der Bedarf nach schnellerem Internet bestehe. 40 Prozent der Einwohner mussten für den Glasfaserausbau stimmen, damit es sich wirtschaftlich rentiert und der Ausbau begonnen werden konnte. „Es waren 42 oder 43 Prozent, die für Glasfaser stimmten“, erinnerte sich Thomas Jansen. Am Dienstagnachmittag schloss ein Mitarbeiter der Glasfaser den Anschluss bei den Müllers an.

Mehr als die 30fache Leistung

„Jeder erwartet aufgrund von E-mails auf Anfragen schnelle Antworten, wenn das Versenden dann solange dauert, wird das zum Problem“, sagte Michael Müller. Seine Mitarbeiter wird es freuen, denn das Laden von Internetseiten und der Datentransfer geht nun um einiges schneller. 200 Mbit pro Sekunde bedeutet nun schnelles Internet auf Knopfdruck. Vorher war bei Geschwindigkeiten von fünf bis sechs Mbit pro Sekunde Schluss. „Das bedeutet, 33 bis 35 Mal mehr Leistung als vorher“, erklärte Oscar Janssen.

Knapp zwei Wochen hat das Prozedere vor der Haustür der Müllers gedauert. Die Straße wurde aufgerissen, die Kabel verlegt und schließlich am Hausanschluss angeschlossen. „Es lief wirklich ganz unkompliziert“, sagte der Bauunternehmer, der zu Beginn der ganzen Sache doch etwas skeptisch gegenüberstand. „So eine persönliche Hemmschwelle war schon da, denn wir mussten den Antrag komplett ausfüllen, ohne zu wissen, ob die 40 Prozent überhaupt erreicht werden.“ Bewusst wolle man vorab die ausgefüllten Anträge haben, denn wenn es, wie in Alpen, zu einer positiven Abstimmung kommt, wolle man auch gleich mit den Baumaßnahmen loslegen, erläuterte Aram. Die weiteren Anschlüsse werden in der nächsten Zeit ebenfalls freigeschaltet.

Der Glasfaserausbau ist in Alpen fast abgeschlossen, wer sich jetzt noch für einen Anschluss entscheidet, hat Glück, solange die Baufirma noch in der Gemeinde ist, kann ein Anschluss größtenteils noch kostenlos beantragt werden.

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