Naturschutz

Erwarteter Froschregen in Rheinberg-Budberg eingetroffen

 Die Kröten sind nicht größer als eine 1-Cent-Münze.

Die Kröten sind nicht größer als eine 1-Cent-Münze.

Foto: Nabu

Rheinberg.  Der Naturschutzbund Rheinberg konnte viele junge Erdkröten retten und stellte dafür mobile Straßensperren auf der Rheinkamper Straße auf.

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Am Samstag beobachtete eine Helferin des Naturschutzbundes (Nabu) auf dem Weg zum Einkauf hunderte kleine Erdkröten auf der Rheinkamper Straße, die vom Angelgewässer kommend die Straße überquerten. Der Volksmund spricht wegen der scheinbar plötzlich überall herumwimmelnden Jungkröten von „Froschregen“. Noch zur rechten Zeit konnten die Helfer die vorbereitete Sperrmaßnahme zwischen Friedhof und Hecklerweg aufstellen. Bereits tags zuvor wurde der Uferbereich am Angelgewässer gesperrt, nachdem beobachtet wurde, dass die kleinen Landtiere das Gewässer verlassen und sich auf den Weg machen.

Zweistündiger Froschregen

Die Maßnahme stieß zunächst nicht bei allen betroffenen Rad- und Autofahrern auf Verständnis. Jedoch beim Blick auf die Straße und die winzigen, hüpfenden Erdkröten, gewann dann doch die Nachsicht. Bevor die Sonne den Asphalt erwärmten konnte, war der Spuk nach zwei Stunden vorbei. „Für uns Nabu-Helfer, die hunderte Stunden bei der Hauptwanderung damit verbringen, für einen sicheren Weg zum Laichgewässer zu sorgen, ist dieses Schauspiel der Lohn des Engagements“, so Sylvia Oelinger vom Nabu Rheinberg. Dieser gibt zu bedenken, dass bis zur Geschlechtsreife nach drei bis fünf Jahren sowohl im Gewässer, als auch auf dem Weg ins Umland, zahlreiche Gefahren und natürliche Feinde lauern. Deshalb laufen von geschätzten 200 Jungtieren nur circa drei bis fünf lebend wieder zu ihrem Laichgewässer zurück. Und auch auf diesem Weg fallen einige dem Verkehrstod zum Opfer.

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