Schule

Erweiterung Europaschule: komplett im Zeit- und Kostenplan

Das Fundament für den Eingang zur neuen Cafeteria der Europaschule ist bereits fertig.

Das Fundament für den Eingang zur neuen Cafeteria der Europaschule ist bereits fertig.

Foto: Wolfgang Krause

Rheinberg.   Der Schulausschuss Rheinberg besichtigte den Erweiterungsbau für die Europaschule – und bekam gute Nachrichten von der Bauleitung zu hören.

Solche Nachrichten hört man selten, aber dafür umso lieber: „Wir sind komplett im Zeit- und Kostenplan“, erklärte Nils Ballen gestern. Er vertritt den Bauherrn Stadt Rheinberg bei der Erweiterung der Europaschule, mit der die Einrichtung fit gemacht werden soll für den Aufbau der Oberstufe. Vor ziemlich genau einem Jahr hatten die Arbeiten begonnen, im August 2019 sollen sie rechtzeitig zum neuen Schuljahr beendet sein. Und die veranschlagten zehn Millionen Euro dafür (ohne Einrichtung) werden eingehalten.

Natürlich denkt man bereits in der Bauphase über mögliche spätere Schäden durch Vandalismus nach. Ballen: „Es gibt die Überlegung, den Schulhof einzufrieden.“ Darüber müsste allerdings der Schulausschuss reden und der Rat einen dementsprechenden Beschluss fassen, ergänzte Schulleiter Norbert Giesen. Probleme gebe allerdings bereits schon jetzt, insbesondere abends und an den Wochenenden – auch am benachbarten Gymnasium.

In diesem Sommer werden 263 Kinder die 4. Klassen der Rheinberger Grundschulen verlassen. An den beiden weiterführenden Schulen (dem Amplonius-Gymnasium und der Europaschule) wurden bisher zusammen 235 Kinder angemeldet. 195 von ihnen kommen aus der Stadt. 68 Kinder wurden an weiterführenden Schulen außerhalb von Rheinberg angemeldet. Die Meisten (25) werden die Sekundarschule im Nachbarort Alpen besuchen. Das Moerser Gymnasium Rheinkamp (14), die Marienschule Xanten (zehn) und die Unesco-Gesamtschule in Kamp-Lintfort (neun) besuchen weitere Kinder aus Rheinberg. Allerdings geht die Verwaltung bis zum tatsächlichen Schuljahresbeginn noch von weiteren Veränderungen aus.

Die Mitglieder des Schulausschusses nahmen es mit Gelassenheit zur Kenntnis. „Alle Jahre wieder“, kommentierte Herbert Becker (FDP) die Zahlen. Er wunderte sich allerdings darüber, dass so viele Kinder nach Alpen zur Schule gehen wollen. „So viele wohnen doch gar nicht in Millingen.“ Allerdings wird es für Kinder, die in der Nachbarkommune beschult werden, einen speziellen Busverkehr geben. Katharina Hötte (CDU) stellte fest: „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es Abwanderungen gibt. Das Ziel, diese mit der Europaschule zum Stillstand zu bringen, haben wir nicht erreicht.“ Allerdings ging sie davon aus, dass die Sekundarschule gut ausbilden werde. „Und dann können die Kinder später wieder nach Rheinberg kommen!“

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