Soziales

Es gibt noch Informationsbedarf beim Waldkindergarten Xanten

Bald soll es im Xantener Wald auch Kindererziehung geben.         

Bald soll es im Xantener Wald auch Kindererziehung geben.         

Foto: Waldkindergarten Xanten

Xanten.   Die Elterninitiative stellte ihr für 2018/19 geplantes Projekt im Ausschuss für Soziales und Generationen vor. Die CDU enthielt sich der Stimme.

Als durchaus gelungen kann man den politischen Start für den geplanten Waldkindergarten Xanten ansehen. Das war auch am Mittwoch noch dem Vorsitzenden des Vereins anzuhören. „Ich habe mich über die Möglichkeit zur Vorstellung gefreut“, erzählte der 1. Vorsitzende Carlo Ridder gestern im Gespräch mit der NRZ einen Tag nach der Vorstellung im Ausschuss für Soziales und Generationen.

„Es gab viele Fragen, ehrliches Interesse“, schätzte Ridder den Verlauf der Vorstellung ein. Aber gerade dieser große Informationsbedarf führte bei ihm zu Nachdenklichkeit. „Vielleicht habe ich im Vorfeld nicht genügend über unser Anliegen aufgeklärt.“

Das Anliegen des Vereins ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung einzigartig im gesamten Gebiet des Kreises Wesel. Und: „Der wesentliche Unterschied zu den herkömmlichen Kindertageseinrichtungen ist der Schwerpunkt der Wald- und Naturpädagogik, welcher maßgeblich den täglichen Ablauf bestimmt. Als ,Kindergarten ohne Dach und Wände’ verbringen die betreuten Kinder mit den Erziehern/Erzieherinnen den Tag in der freien Natur. Die Aktivitäten finden bei jedem Wetter im Freien statt. Ein geräumiger Bauwagen dient als Schutzraum zum Aufenthalt bei schlechtem Wetter und als Stauraum für Material“, schreibt die Verwaltung in der Stellungnahme zum Antrag des Vereins, mit einem Zuschuss in Höhe von 20 765 Euro unterstützt zu werden.

Der Empfehlung, diesem Antrag zuzustimmen, wurde vom Ausschuss gefolgt. Lediglich die sieben CDU-Vertreter enthielten sich der Stimme. Damit ist die erste Hürde genommen. Abstimmen müssen auch noch der Hauptausschuss und der Rat.

Bürgermeister Thomas Görtz freute sich über das positive Ergebnis. „Der Vereinsvorsitzende hat gut vorgetragen. Wir sehen diese Initiative als gut an für die Stadt. Ich persönlich empfinde das als eine Bereicherung für das pädagogische Angebot“, das geprägt sei von einer Vielzahl von verschiedenen freien Trägern. „Dass es keine städtischen Kindergärten gibt, ist auch ein Vorteil. Auch in Zukunft ist es gut bestellt um die vorschulische Erziehung in Xanten“, sagte Görtz gestern gegenüber der NRZ mit Blick darauf, dass der Ausschuss ebenfalls der Förderung von Kindertageseinrichtungen durch die Stadt Xanten sein Okay gab, aber einstimmig. Görtz würde es begrüßen, wenn „es für den Waldkindergarten im Rat eine breite Mehrheit“ gäbe. Ridder hatte noch am Dienstagabend der CDU per Mail angeboten, sie genauer über das Anliegen des Vereins zu informieren.

Derzeit kommen fünf der 14 schon angemeldeten Kinder aus Xanten. Aber der Vorsitzende rechnet damit, dass dieser Anteil steigt. „Der Kindergarten liegt ja schließlich in Xanten.“ Sollte es noch Probleme mit der Genehmigung bis zum Sommer geben, stehe mit Beginn des Kindergartenjahrs 2018/19 eine Betreuung durch Tagesmütter oder -väter bereit.

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