Stadtentwicklung

Es sieht gut aus mit der Förderung für das Alte Rathaus

Für den Umbau und die Sanierung des Alten Rathauses hat die Bezirksregierung in Düsseldorf finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.

Für den Umbau und die Sanierung des Alten Rathauses hat die Bezirksregierung in Düsseldorf finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.

Foto: www.blossey.eu

Rheinberg.   Die Bezirksregierung in Düsseldorf hat finanzielle Unterstützung für den Umbau und die Sanierung des Alten Rathauses in Aussicht gestellt.

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Eigentlich kann nichts schiefgehen: Alle freuen sich über den Vertragsentwurf mit dem Trägerverein für das Alte Rathaus, der Bau- und Planungsausschuss hat ihn einstimmig zur endgültigen Beschlussfassung an den Rat empfohlen und auch Hans-Theo Mennicken, der Vereinsvorsitzende ist zufrieden, dass „es losgeht“, wie er im Gespräch mit der NRZ sagte. Und auch die Bezirksregierung Düsseldorf hat im Juni eine Förderung in Aussicht gestellt.

Die Stadtverwaltung hatte den Finanzbedarf für eine grundsätzliche Sanierung und den Umbau im Vorfeld der Sitzung auf rund 650 000 Euro geschätzt. Darin enthalten sind unter anderem eine behindertengerechte Toilette, ein Aufzug und eine kleine Gastronomie. Für das Haushaltsjahr 2018 sind 250 000 Euro veranschlagt, ein Jahr darauf weitere 400 000 Euro. Von diesen 650 000 Euro werden 60 Prozent, also 390 000 Euro, als Fördergelder vom Land eingeplant, die sich entsprechend der Richtlinie für das integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt über fünf Jahre verteilen und 2018 zum ersten Mal fließen sollen.

„Bis zum Beginn der Bauphase, wahrscheinlich 2018, werden wir als Verein schon im Gebäude aktiv sein“, so Mennicken. „Natürlich wird es auch weiter Trauungen geben. Wir planen auch Tage der offenen Tür.“

Im Moment hat der Verein „Mitte 50 Mitglieder“, sagt Mennicken. „Das prominenteste ist bestimmt Emil Underberg. Aber es geht auch quer durch die Bevölkerung, Geschäftsleute, Private, sogar auch Menschen, die noch nicht einmal ich kannte – und das will schon etwas heißen“, so der ehemalige langjährige Bürgermeister.

Die 650 000 Euro, die in das Gebäude investiert werden sollen, sind ausdrücklich laut Beschluss unabhängig vom Nutzungskonzept des Vereins. Die anteilige gewerbliche Nutzung, also der Gaststättenbereich und der geplante Kiosk, müssen in einem bestimmten Verhältnis gegenüber der übrigen Nutzung untergeordnet sein. So wurde es zwischen Stadt und Verein vereinbart – so wurde es von der Bezirksregierung als positiv bewertet. Und der fast geschlossene Vertrag (das Votum des Rats fehlt ja noch) ist eine Voraussetzung dafür, dass Fördergelder fließen.

Parallel zu der Förderung im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts bemüht man sich auch noch um andere, möglicherweise ergiebiger sprudelnde Fördertöpfe. Denkbar ist im Anschluss an die Förderung aus dem Handlungskonzept auch eine Landesförderung „Infrastrukturmaßnahme“ aus dem städtischen Haushalt, zum Beispiel für energetische Maßnahmen und für Barrierefreiheit, oder aus dem Leader-Programm.

Der Nutzungs- und Überlassungsvertrag zwischen der Stadt und dem Trägerverein Altes Rathaus sieht vor, dass alle Mieteinnahmen beim Verein verbleiben. Dafür muss der Verein allerdings nach einer angemessenen Anlaufzeit und sobald er wirtschaftlich dazu in der Lage ist, die gesamten Betriebskosten selbst zu tragen. Während der Anlaufzeit soll sich der Verein allerdings zunächst mit 25 Prozent an den Betriebskosten beteiligen.

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