Wirtschaft

Esco bereitet Salzabbau in Rheinberg und Umgebung vor

Eine Bandantriebsstation unter Tage im Steinsalzbergwerk Borth – für die Planung des künftigen Abbaus wird jetzt der Boden mit Hilfe von Vibrationen untersucht.

Eine Bandantriebsstation unter Tage im Steinsalzbergwerk Borth – für die Planung des künftigen Abbaus wird jetzt der Boden mit Hilfe von Vibrationen untersucht.

Rheinberg-Borth.   Mit Hilfe eines sogenannten Vibrationsfahrzeugs werden ab Anfang Februar Messungen zwischen Bönning, Borth und Ossenberg gemacht.

Zur Vorbereitung der zukünftigen Abbauplanung hat das Salzwerk Borth eine geophysikalische Untersuchung des Untergrundes im Bereich zwischen Bönning, Borth und Ossenberg in Auftrag gegeben. Eine Spezialfirma wird dort mit einem sogenannten Vibrationsfahrzeug ab Anfang Februar Messungen durchführen.

Mit dem Vibrationsfahrzeug werden an der Erdoberfläche niedrigfrequente Schwingungen erzeugt, die sich im Untergrund bis in circa 1000 Meter Tiefe ausbreiten und an den Grenzen unterschiedlicher Gesteinsschichten reflektiert werden. Das Echo dieser Schwingungen wird an der Erdoberfläche mit Sensoren, sogenannten Geophonen, aufgezeichnet. Aus den Signalen wird anschließend ein Strukturbild des Untergrundes errechnet, aus dem sich nähere Informationen zur Ausbildung und Qualität der Salzlagerstätte ableiten lassen.

Sieben Messlinien genehmigt

Für das geplante Messprogramm sind von der Bergbehörde sieben Messlinien mit insgesamt rund 20 Kilometern Länge genehmigt worden, die in Nordwest-Südost-Richtung von Bönning und Ossenberg und in West-Ost-Richtung von Alpen und Wallach begrenzt werden. Auf diesen Messlinien werden von dem Fahrzeug in Abständen von circa 20 Metern mit einer Vibrationsplatte Schwingungssignale in den Untergrund gesendet. Das Verfahren wird bereits seit über 30 Jahren erfolgreich angewendet und ist vollkommen schadlos, so dass es auch in sensiblen Bereichen, zum Beispiel Ortschaften, eingesetzt werden kann. Ein auf den Messlinien ausgelegtes Kabel mit Geophonen zeichnet die vom Gestein zurückgeworfenen Signale auf. Sie werden nach erfolgter Messfahrt wieder aufgenommen und auf der nächsten Linie ausgelegt. Mit den Grundstückseigentümern sind zuvor die erforderlichen Betretungsrechte vereinbart worden. Zusätzlich wurde das Vorhaben in den betroffenen Gemeinden öffentlich bekannt gemacht.

Der jetzt zu erkundende Teil der Salzlagerstätte, das sogenannte Südost-Feld, soll die mittelfristige Perspektive des Bergwerks absichern. Ein Abbau – positive Ergebnisse der Erkundung vorausgesetzt – ist nicht vor 2040 vorgesehen. Dazu ist zuvor eine gesonderte behördliche Genehmigung erforderlich.

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