Großbrand

Feuer zerstört Gewerbehalle in Alpen-Veen

Die untergestellten Autos und Wohnmobile sind bei dem Brand vollständig zerstört worden.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Die untergestellten Autos und Wohnmobile sind bei dem Brand vollständig zerstört worden. Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.   Am Montagabend brach in einer Gewerbehalle, in der Autos und Wohnmobile untergestellt waren, ein Feuer aus und zerstörte die Halle vollständig.

Großeinsatz für die Alpener Feuerwehr am späten Montagabend: Um 23.22 Uhr ging der Notruf mit dem Stichwort „Gewerbehallenbrand mit Personen in Gefahr“ bei der Feuerwehr ein. In Alpen-Veen brannte an der Straße Unterheide eine Gewerbehalle vollkommen aus.

Die untervermietete Halle selbst diente als Stellplatz für Wohnwagen und Autos. Nach erstem Erkenntnisstand war auch ein Boot in der Halle untergebracht. Alle drei Feuerwehreinheiten aus Menzelen, Veen und Alpen rückten zu dem Brand aus. „Als wir am Einsatzort eintrafen, stand der vordere Teil der Halle bereits lichterloh in Flammen“, erklärte Michael Hartjes, Leiter der Alpener Feuerwehr.

Der anfängliche Verdacht, dass eine Person vermisst wird, hatte sich nicht bestätigt. Alle Anwohner des angrenzenden Wohnhauses konnten sich rechtzeitig und selbstständig in Sicherheit bringen. Die Bewohner hatten auch den Notruf gewählt. Das Wohnhaus wurde am Dachstuhl etwas zerstört. „Wir konnten aber verhindern, dass das Feuer ganz auf das Wohnhaus übergreift“, sagte Hartjes. Die Schäden, unter anderem zersprungene Fensterscheiben, seien durch die Hitze entstanden. Da die Löschwasserversorgung in dem Gebiet schwierig sei, wurden zusätzliche Tankfahrzeuge aus Wesel und Rheinberg und ein Schlauchwagen angefordert. „So konnten wir auch eine vernünftige Wasserversorgung aufbauen.“ Unterstützung erhielten die Alpener Feuerwehrleute außerdem von den Löschzügen aus Xanten und Sonsbeck. Rund 80 Einsätzkräfte waren in der Nacht vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Gegen zwei Uhr hatte die Feuerwehr das Feuer schließlich unter Kontrolle.

Am Dienstagmorgen konnten die Löscharbeiten um sieben Uhr abgeschlossen werden und die Einsatzkräfte, die zum Teil in der Nacht abgelöst und zum Teil immer noch im Einsatz waren, abrücken. Während der Brandbekämpfung musste die Straße gesperrt werden.

Bis auf die Mauern abgebrannt

Die Halle ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Der Schaden wird vorerst auf mindestens eine halbe Million Euro geschätzt.

Gestern Mittag trafen dann auch erste Untermieter ein, um sich ein Bild von der Lage zu machen. „Ich bin einfach nur geschockt“, sagte ein Mieter. Was den Brand in der Halle, die vor mehr als zehn Jahren eine alte Schreinerei gewesen war, ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.

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