Bilanz 2019

Feuerwehr Xanten: „Der Klimawandel macht sich bemerkbar“

Die Freiwillige Feuerwehr Xanten zieht Bilanz.

Die Freiwillige Feuerwehr Xanten zieht Bilanz.

Foto: ast

Xanten.  Die Einsatzkräfte haben eine Bilanz für 2019 gezogen. Die Freiwillige Feuerwehr Xanten hatte unter anderem mehrere Vegetationsbrände zu löschen.

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Im Juni brannten zwei Seitenstreifen, im Juli ein Stoppelfeld: Im vergangenen Jahr beschäftigten mehrere Vegetationsbrände die Freiwillige Feuerwehr Xanten – eine Folge der langen Trockenheit. „Der Klimawandel macht sich in Xanten bemerkbar“, sagte Feuerwehr-Leiter und Stadtbrandinspektor Markus Windhuis auf der Jahreshauptversammlung der Einsatzkräfte am Freitagabend im Rathaus. 2019 und 2018 habe es mehr Vegetationsbrände gegeben als in den Jahren davor. Auch künftig müsse die Feuerwehr mit solchen Einsätzen rechnen.

Insgesamt rückte Xantens Feuerwehr im vergangenen Jahr 178 Mal aus. Das war zwar seltener als 2018, als sie 207 Mal gerufen worden war. Aber damals hatte das Jahr auch ungewöhnlich stürmisch begonnen: Im Januar zog Orkantief Friederike über NRW hinweg, dadurch hatte Xantens Feuerwehr allein an einem Tag mehrere Dutzend Einsätze. Und auch ohne einen solchen Sturm war 2019 äußerst arbeitsreich, wie ein Vergleich mit früheren Jahren zeigt: Die Feuerwehr hatte häufiger zu tun als 2017 (150 Einsätze), 2015 (137), 2014 (125) und 2013 (140).

Bilanz Feuerwehr Xanten: 39 Brände gelöscht

Am häufigsten ging es 2019 um technische Hilfeleistung: 87 Mal wurden die Einsatzkräfte deshalb gerufen. Sie öffneten für den Rettungsdienst Wohnungstüren, befreiten eingeklemmte Menschen aus Unfallfahrzeugen oder sicherten umgestürzte Bäume. Außerdem löschten sie 39 Brände. Abgesehen von den bereits erwähnten Feld- und Seitenstreifen brannten Autos und Wäschetrockner. Weitere 39 Notrufe stellten sich als Fehlalarm heraus. 13 Einsätze fielen unter Sonstiges. „Wenn wir Sie brauchen, sind Sie da“, sagte Bürgermeister Thomas Görtz zu den Feuerwehrleuten und dankte ihnen dafür. Genauso wie Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen wünschte er ihnen, dass sie von ihren Einsätzen immer gesund nach Hause zurückkommen.

Görtz sagte ihnen zu, dass Politik und Verwaltung sie weiter unterstützen. In diesem Jahr sei unter anderem der Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Wardt geplant. Außerdem werde die neue Einsatzkleidung angeschafft, damit die Feuerwehrleute „auf dem neuesten Stand der Technik“ geschützt seien.

Feuerwehr Xanten: Stabile Personalstärke

Xantens Feuerwehr hat 188 Mitglieder in der Einsatzabteilung. Die Personalstärke sei stabil und ausreichend, sagte Windhuis. Die Ehrenabteilung besteht aus 49 Mitgliedern. In der Jugendfeuerwehr sind 36 Mädchen und Jungen, in der Kinderfeuerwehr 18, sagte Pressesprecher Philipp Schäfer. Bürgermeister Görtz lobte die Jugendarbeit: „Davon lebt die Feuerwehr.“

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