Festival

Food-Trucks: Eine kulinarische Weltreise in Rheinberg

Kenianische Spezialitäten gab es am Stand von Lydia Orlowski und Anastasia und Dirk Müller (von links) beim ersten Streetfood-Music-Festival in Rheinberg.

Kenianische Spezialitäten gab es am Stand von Lydia Orlowski und Anastasia und Dirk Müller (von links) beim ersten Streetfood-Music-Festival in Rheinberg.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.  Das erste Street-Food-Music-Festival in Rheinberg zog viele Besucher an. Das Angebot reichte von Burritos bis zu gefüllten Waffeln.

Patricia Miloda füllt die Burritos mit einer Basis aus Reis und Bohnen. Dann wird es kreativ: Ob Pulled Pork, Garnelen, Mango-Salat oder Hähnchenfleisch. Die Foodtruck-Besitzerin füllt das mexikanische Fladenbrot ganz nach den Wünschen der Besucher. Gut, ein paar Kreationen hat sie schon zusammengestellt, damit die Auswahl nicht ganz so schwerfällt. „Crispy Chicken ist dabei am beliebtesten“, verrät sie. Damit der Burrito auch von außen schön knusprig ist, kommt er zusammengerollt für einen kurzen Augenblick in den Ofen. Heiß und frisch zubereitet reicht Patricia Miloda den Burrito dann über die Theke. Am Wochenende versorgte die junge Frau die Besucher des Rheinberger Street-Food-Music-Festivals auf dem Großen Markt mit ihren Speisen.

Die Location gefiel ihr. „Die Atmosphäre ist toll. Es ist klein aber fein.“ Zum ersten Mal organisierte die Dortmunder „Just-Festivals“-Eventagentur im Auftrag des Energielieferanten Enni als Sponsor das kulinarische Festival. Zwölf Foodtrucks standen dafür auf dem Marktplatz. Das Angebot reichte von Tapas, über Burger bis hin zu gefüllten Waffeln, sogenannte „Bubble Waffle“. Am Freitagabend wurden die Pfannen und Grills angeschmissen. Bis Sonntagabend konnte dann kulinarisch, aber auch akustisch geschlemmt werden, denn neben den Foodtrucks standen vier Musiker und Bands auf der extra aufgebauten Bühne. Am Freitag rockte die Coverband „Reboot“. Samstag war unter anderem Soul- und Reggae-Musik zu hören.

Keine schlechte Taktik

Dass das Konzept nicht nur im größeren Moers, sondern auch in Rheinberg funktioniert, zeigte bereits der erste Abend. Schon kurz nach der Eröffnung wurde es voll. „Wir müssen uns erst einmal einen Überblick verschaffen“, sagt Besucherin Anna lachend. „Es gibt so viele Dinge, die ich gerne einmal probieren möchte.“ Sie und ihre Freunde haben sich deshalb unterschiedliche Sachen bestellt, um so beim anderen probieren zu können. Keine schlechte Taktik, denn die Portionen waren wirklich groß. Anna entschied sich für eine Fischburger.

„Man merkt direkt, dass die Burger ganz frisch zubereitet werden. Das schmeckt man einfach.“ Wer eher einen Burger mit Fleisch essen wollte, hatte direkt daneben die Chance dazu. Das Burger-Haus warb mit saftigen Patties, die auf echter Holzkohle gegrillt wurden.

Auch an der Kultur interessiert

Ein paar Stände weiter, bot „Pita Pan“ Pita-Taschen, an. Auch da war der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Gefüllt waren die Brottaschen zum Beispiel mit Cevapcici, Chili-Cheese-Soße, Schafskäse, Tomaten, Rucola und Rotkraut.Auch die exotische Küche war in Rheinberg vertreten. Anastasia Müller bot mit Ehemann Dirk und Schwester Lydia Orlowski traditionelle kenianische Spezialitäten an. Ein Heimspiel für die beiden gebürtigen Kenianerinnen. Samosa, Teigtaschen mit Chili, oder Pilan Rice, ein Gericht, bestehend aus Reis, Rindfleisch und Masala, standen auf der Karte. „Das ist in Kenia ein besonderes Essen, das es nur bei Hochzeiten und Geburten gibt“, erklärt Anastasia Müller. Ihren Stand haben sie in den Nationalfarben Kenias dekoriert. Alle Speisen wurden frisch und vor den Augen der Besucher vorbereitet. Auch ihr Fazit zum ersten Streetfood-Markt in Rheinberg fiel positiv aus. „Das Festival ist super. Die Leute sind total nett und auch an unserer Kultur interessiert“, sagt die Köchin.

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