Stadtsauberkeit

Fridays for Future: Aktivisten setzen in Xanten ein Zeichen

Die Fridays for Future Ortsgruppe Xanten sammelte bei einer Clean-up-Aktion Müll am  Bahnhof auf.

Die Fridays for Future Ortsgruppe Xanten sammelte bei einer Clean-up-Aktion Müll am  Bahnhof auf.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Xanten.  Den Umweltschutz aktiv gestalten: Das setzten die Jugendlichen von Fridays for Future jetzt um und sammelten in Xanten jede Menge Müll auf.

Sie wollen nicht nur reden, sondern handeln – ein Zeichen setzen. Knapp 20 Schüler, aber auch Eltern der Fridays For Future Ortsgruppe Xanten nahmen am Samstag Müllzangen und Abfallsäcke in die Hand. Gemeinsam riefen sie zur Clean-up-Aktion, also einer gemeinschaftlichen Müllsammelaktion in der Innenstadt auf. „Uns wird oft vorgeworfen, dass wir lediglich reden und demonstrieren oder streiken, um den Schulunterricht zu schwänzen. Wir wollen deutlich machen, dass wir uns auch in unserer Freizeit für die Umwelt einsetzen“, erklärt Marit Weichold, Mitorganisatorin der Fridays For Future-Bewegung in Xanten.

Ein weiterer Grund: Viele Fridays For Future-Gruppen haben deutschlandweit schon solche Aktionen veranstaltet, da wollten die Xantener nun nachziehen. „Hier ist es eher symbolisch. Xanten ist ja eine recht saubere Stadt aber wir fordern die Politik auf zu handeln und gehen deshalb mit gutem Beispiel voran“, ergänzt Frederik Krohn, ebenfalls Mitorganisator.

Zigarettenstummel, Verpackungsreste, kleine Plastikteile

Vom Treffpunkt am Marktplatz ging es zum Bahnhof. Dort sollte die Clean-up-Aktion stattfinden. Bewusst habe man sich für den zentraleren Treffpunkt entschieden, um so noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Mit zwei großen Plakaten, die auf die Aktion hinwiesen, setzte sich die Gruppe in Bewegung. Am Bahnhof wartete schon das von der Stadt bereits gestellte Equipment: Handschuhe, Zangen, Müllsäcke und ein Container. „Nach nur wenigen Anrufen hat man uns die Sachen zur Verfügung gestellt. Die Stadt war sehr kooperativ und total offen“, erklärt Krohn.

Los ging das Aufräumen am Gleisbett. Zigarettenstummel, Verpackungsreste, kleine Plastikteile fischten die Schüler und Eltern aus den Steinen und Grünanlagen. Schnell füllten sich die großen Papiertüten. „Ich unterstütze die Aktion gerne“, sagt die Mutter Susanne Klostermann. „Wenn sich Plastik in der Umwelt zersetzt, wird Methan freigesetzt, der CO2-Wert steigt und Mikroplastik gelangt zusätzlich ins Grundwasser, das muss verhindert werden. Und generell soll der Bahnhof doch ein sauberer Wohlfühlort sein.“

Fridays for Future: Nächste Demo am 20. September

Zwei Stunden waren die Umweltschützer am Samstag unterwegs. „Eigentlich wollten wir noch zu den Schulen aber wir haben am Bahnhof und auf dem Parkplatz dahinter schon unglaublich viel Müll gefunden. Dass es so viel ist, hat uns überrascht“, sagt Weichold. Fünf Große Säcke kamen zusammen.

Über die Resonanz sind die beiden Hauptorganisatoren mehr als zufrieden. „Wir haben nicht mit so einer großen Beteiligung gerechnet, weil wir auch kaum Werbung gemacht haben, sondern nur über Social Media für die Aktion geworben haben“, so Krohn. Die Schüler sind sich einig: Diese Aktion wollen sie wiederholen. Einen genauen Termin gibt es aber noch nicht fest. Als nächstes steht die Fridays For Future-Demo am 20. September in Xanten an.

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