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Für den Bürgerbus Rheinberg werden noch Fahrer gesucht

Kommende Woche wird der Bürgerbus drei Jahre alt.

Foto: Felix zur Nieden

Kommende Woche wird der Bürgerbus drei Jahre alt. Foto: Felix zur Nieden

Rheinberg.   Der Bürgerbus-Verein Rheinberg konnte im vergangenen Jahr über 10 000 Bürger von A nach B bringen. Nun braucht man dringend weitere Fahrer.

10 561 Fahrgäste beförderte der Bürgerbus-Verein im Jahr 2016 zwischen Wallach und Orsoy – im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 34 Prozent. Nicht ohne Grund zeigte sich der Vorsitzende des Vereins, Karl-Heinz Lochen, gestern bei einem Pressegespräch im Rheinberger Stadthaus zufrieden. Und dennoch: Der Bürgerbus-Verein hat mächtig zu kämpfen, denn händeringend werden neue Ehrenamtler gesucht, die den Bus von montags bis freitags im Zwei-Stunden-Takt von Wallach nach Orsoy und wieder zurück fahren. „Wenn wir einen festen Stamm von 35 Fahrern hätten, wäre das schon gut“, erklärte der Vorsitzende. Dafür fehlen aber Stand jetzt elf Ehrenamtler, denn aktuell besteht das Team aus 24 Leuten, die für 60 bis 66 Schichten pro Monat zuständig sind. Gesucht werden vor allem Freiwillige, die flexibel einsetzbar sind, aber auch feste Fahrzeiten können Lochen und die Beteiligten gebrauchen. Gesucht werden die Fahrer am Dienstag, 14. März, im Rheinberger Stadthaus, denn ab 18.30 Uhr laden Lochen und Co. zu einer Informationsveranstaltung ein.

Doch was muss man tun, um den Bürgerbus fahren zu dürfen? Dafür müssen wenige Voraussetzungen erfüllt sein, die für die meisten kein Hindernis darstellen sollten. Um am Steuer des Bürgerbusses sitzen zu dürfen, muss man mindestens 21 Jahre alt sein und einen Pkw-Führerschein besitzen. Alle, die sich bewerben und diese Kriterien erfüllen, werden anschließend zu einem Gespräch eingeladen. Verläuft das auch positiv, steht nur noch eine ärztliche Untersuchung aus.

Bisher hatten es die Verantwortlichen über persönliche Gespräche versucht, neue Fahrer zu akquirieren. Dadurch wurde aber manch einer abgeschreckt, machte der Vorsitzende deutlich, denn die potenziellen Ehrenamtler verbanden das persönlich Gespräch oft mit einer verbindlichen Zusage. Das solle sich mit der öffentlichen Veranstaltung und einem offenen Gespräch ändern. Mit dabei ist am Dienstag auch Kassiererin Susanne Grimm. Sie fährt den Bürgerbus seit der ersten Stunde und das aus einem einfachen Grund: „Ich liebe große Autos und Busse.“ Trotzdem wünscht sie sich, dass in Zukunft nicht nur vier Frauen im Team sind.

Diesen Wunsch teilt sie mit Karl-Heinz Lochen und Dieter Paus, 1. Beigeordneter der Stadt: „Es ist eine Zeit gekommen, zusätzliche Fahrer zu gewinnen.“ Und wenn das so bleibt, kann der Bürgerbus auch weiterhin in Vier-Stunden-Schichten betrieben werden, damit die Beteiligten auch in Zukunft voller Stolz etwas sagen können, von dem die Deutsche Bahn nur träumen kann: „Es ist bisher noch kein Bus ausgefallen.“

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