Asyl

Für drei bis fünf Familien ist in Rheinberg gesorgt

Im Melkweg 5  gibt es noch Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen, die nach Rheinberg kommen.

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Im Melkweg 5 gibt es noch Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen, die nach Rheinberg kommen. Foto: arfi

Rheinberg.   57 anerkannte Asylbewerber kommen in der nächsten Zeit nach Rheinberg. Aber im Melkweg könnten nur ein paar Alleinstehende unterkommen.

Im Moment muss die Stadt Rheinberg nicht damit rechnen, neue Flüchtlinge zugewiesen zu bekommen. Das erklärte Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach gestern in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familie und Senioren. Allerdings stehen 57 anerkannte Asylbewerber auf der Liste der Menschen, die Rheinberg aufzunehmen hat. „Für die bräuchten wir Wohnraum“, so Kaltenbach.

Ein sogenanntes Zielvereinbarungsgespräch mit der Bezirksregierung über dieses Thema ist bisher noch nicht geführt worden. Die Sozialdezernentin legt Wert darauf, dieses Gespräch persönlich zu führen. Noch unbekannt ist, ob es sich bei den 57 Menschen um Alleinstehende oder Familien handelt. Kaltenbach: „Drei bis fünf Familien bekämen wir unter – dafür gibt es Wohnraum.“ Ein wenig entspannt werde die Situation dadurch, dass nicht alle 57 auf einen Schlag kommen werden. Für Alleinstehende gebe es im Melkweg 5 Unterbringungsmöglichkeiten – aber nicht für 57 Personen.

Barbara Ettwig (Grüne) freute sich darüber, dass die älteren Teile der Unterbringung an der Orsoyer Straße stillgelegt worden seien, die Containerlösung am Melkweg greife. Sie bracht Wohnscouts ins Spiel, die Neuankömmlinge zum Beispiel in Mülltrennung und andere Gepflogenheiten einweisen könnten. „Solch ein Projekt könnten wir brauchen – möglichst bald.“

Nicht zufrieden war der Ausschuss mit dem Bericht über die Flüchtlingsberatung der Arbeiterwohlfahrt. Vielen Mitgliedern fehlten darin Zahlen. Hans-Wilhelm Jenk (CDU) befürchtete, dass sich Doppel- oder Dreifachstrukturen ausbildeten.

Dem widersprach Kaltenbach. „Wir als Kommune übernehmen die Koordinierung. Unsere eigenen Ressourcen reichten auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 nicht aus. Deswegen haben wir uns an die freien Träger gewendet. Aber wir stimmen die Aufgaben ab.“ Sie räumte ein, dass das kommunale Integrationsmanagement überdacht werden müsse. Es gehe nicht mehr um Unterbringung, sondern um die Integration. Derzeit werde zusätzlich eine App erarbeitet, die die Frage danach beantworte, an wen man sich mit welchem Problem wenden könne.

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