Glasfaser

Glasfaser oder Steinzeit in Sonsbeck?

NRZ-Leser Marc Rippe fühlt sich trotz Glasfaseranschluss zurückversetzt in die Kommunikations-Steinzeit.

NRZ-Leser Marc Rippe fühlt sich trotz Glasfaseranschluss zurückversetzt in die Kommunikations-Steinzeit.

Foto: Jan Woitas

Sonsbeck-Labbeck.   Ärger um fehlende Kommunikation: die Anschlüsse für Glasfaser in Labbeck stehen zwar bereit, doch nutzen kann ein NRZ-Leser sie nicht.

„Da zieht man schon in eine Wohnung, in der alle Voraussetzungen für Glasfaser scheinbar perfekt sind, und dann hat man doch solch einen Ärger und fühlt sich wieder zurückversetzt in die Steinzeit.“ Marc Rippe wohnt seit Anfang des Monats in Sonsbeck-Labbeck. Die Kabel für schnelles Internet liegen und sind anschlussfertig bereitgestellt. „Der Versuch, online einen Vertrag abzuschließen, scheiterte aber daran, dass unsere Adresse bei der notwendigen Verfügbarkeitssuche leider nicht auftaucht“, bedauert Rippe. „Ich sollte mich daher persönlich im Büro der Deutschen Glasfaser in Sonsbeck melden.“ Das sei, so der frustrierte Sonsbecker, im Hinblick auf die Öffnungszeiten gelinde gesagt eine Farce.“ Das Büro, das jeden zweiten Donnerstag in ungeraden Wochen von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr für ihre Kunden geöffnet hat, „bietet mir als potenziellem Kunden, der zu diesen Uhrzeiten in der Regel selbst arbeitet, keinen guten Service“, sagt Marc Rippe. „Außerdem war der einzige Donnerstag, an dem ich überhaupt hätte hingehen können, ein Feiertag.“

Dass die ganze Sache ungünstig gelaufen ist, musste gestern auf Nachfrage der NRZ auch Dennis Slobodian, Sprecher der Deutschen Glasfaser, eingestehen. „Wir werden uns mit Herrn Rippe in Verbindung setzten und das Problem schnell beheben“, sagt Slobodian. „In diesem Fall kann das Onlineformular ausgedruckt werden und ausgefüllt mit allen Online-Vorteilen, insbesondere mit einer Gutschrift in Höhe von 30 Euro, auch postalisch an uns gesandt werden.“ Auch arbeite man natürlich daran, dass die Adresse der Kunden in der Verfügbarkeitssuche auf der Homepage des Unternehmens eingepflegt wird. Noch am späten Nachmittag erhielt Marc Rippe gestern eine Mail mit dem nötigen Formular. „Ich habe es nun ausgefüllt zurück geschickt und bin gespannt, was dabei heraus kommt. Ich lasse mich mal überraschen.“

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