Kirche

Tiersegnung: Gottes Segen in Rheinberg für Hund und Herrchen

Auf dem Vorplatz  der St. Peter Kirche in Rheinberg können Haustiere gesegnet werden.

Auf dem Vorplatz der St. Peter Kirche in Rheinberg können Haustiere gesegnet werden.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Rheinberg.  In Rheinberg können Haustiere und ihre Besitzer gesegnet werden.

Der Platz vor der Rheinberger St. Peter Kirche war Schauplatz eines besonderen Wortgottesdienstes: Haustiere wurden gesegnet. Diesmal nahmen ausschließlich Hunde teil. „Wir feiern den Wortgottesdienst mit Segnung der Haustiere zum wiederholten Mal“, sagte Pastoralreferentin Bärbel Jensch. Sie wies auf den Stellenwert des Tieres hin: „Tiere sind Mitgeschöpfe und beseelte Wesen. Jedes Tier ist anders und hat ein eigenes Leben.“ So hatten es bereits die deutschen Bischöfe 1985 in ihrem Wort über die Zukunft der Schöpfung formuliert. Früher galt das Tier, sei es Hund, Katze, Pferd, Huhn oder Kuh, als reines Nutztier und stand in der Rangfolge ganz hinten. Anders, als das Bild von Meister Bertram „Die Erschaffung der Tiere“ zeigt. Es schmückte das Liedblatt des Gottesdienstes.

Die Botschaft ist deutlich. Es gibt keinen Himmel ohne Tiere, wie auch die biblische Geschichte mit der Arche Noah vermittelt. Egal, ob Tiere Wegbegleiter, Spiel- oder Sportgefährten sind oder sie am Ende in die Nahrungskette gehören, „Tiere sind als Schöpfung Gottes dem Menschen anvertraut“, so Jensen. Das bedeute auch, sie vor Seuchen, Krankheiten und schädlichen Einflüssen zu schützen.

Pumba bekommt seine erste Segnung

Nach dem Segen für alle Vierbeiner und Menschen ging es an die Einzelsegnung, beispielsweise von „Pumba“. Der Hund mit afrikanischen Wurzeln war das erste Mal dabei. Für die Moerserin Inge Lengfeld war der Gottesdienst ein besonderer Moment. „Sehr schön gemacht“, so ihr Eindruck. Auch für die Golden Retriever Max und Paul war es eine Premiere. Als vor zwei Jahren Paul in die Rheinberger Familie Hendricks kam, „habe ich ihm das Versprechen gegeben, mich zu kümmern“, so Angelika Hendricks. „Wir haben uns bewusst darauf eingelassen und stehen in der Verantwortung, dass es ihm gut geht.“ Hinzugekommen ist der zwölf Wochen alte Max. Beide Hunde sind Familienmitglieder. „Das letzte Kind hat vier Pfoten, heißt ein Sprichwort“, ergänzte ihr Mann Rainer mit einem Augenzwinkern.

Fragte man die Gottesdienstbesucher nach besonderen Eigenschaften ihrer Hunde, kamen Stichworte wie Treue, Ehrlichkeit und Vertrauen zur Sprache. „Sie haben ein Gespür dafür, wie es uns Menschen geht“, so Angelika Hendricks. „Sie trösten und freuen sich mit uns.“

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