Rheinberg.

Harmonische Stimme, flinke Zunge

Foto: WAZ FotoPool

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Rheinberg. Harmonische Stimme, flinke Zunge. Es weht frischer Wind durch Rheinbergs Jugendszene. Nachdem Bands wie „Allgemeines Denkvermögen“ (Adv) die Punkrockszene aufgemischt haben, versucht nun ein neuer Rapper seinen Sprechgesang an den Mann zu bringen. Mit seinem ersten Soloalbum stand „DOX“ auf der Bühne des Jugendzentrums Zuff. Selbstbewusst präsentierte er sich in dem kleinen Saal.

Lässige Rhythmen kombiniert mit Texten, die nach Aufbruchsstimmung schreien. „Meine Reise“ nennt sich seine erste Platte. „Und ich schreibe spielend Texte. Hauch dem Track ein Leben ein, schick ihn raus auf eine Reise und eine Abschiedsträne reicht. Auf dass er Freude in das Diesseits trägt und im ganzen Land das schönste auf dem Spieglein steht“, rappt er in dem gleichnamigen Song.

Doch wer versteckt sich hinter dem Künstlernamen „DOX“? Der 22-Jährige Robin Njebong Soho, der seit seinem 13. Lebensjahr als Amateurrapper zum Mikrofon greift. Auch wenn der gebürtige Düsseldorfer vorwiegend auf Deutsch rappt, ist sein Musikstil stark vom amerikanischen Rap und R’n’B geprägt. Er experimentiert gerne mit den Stilrichtungen. „Ich mache einfach Musik, die mir gefällt.“ In seinem Song „There She Goes“ kombiniert er deutsche und englische Verse und klingt dabei sehr professionell. Diesen professionellen Sound verdankt er seiner Crew, der „Glibclip“.

Texte mit Ohrwurmpotenzial

Die vier Jungs, darunter „DOX“, „Hype“, „Flo Badabum“ und „Master X“ machen seit ein paar Jahren zusammen Musik und haben sich ihr eigenes Tonstudio in einer Garage gebaut. Viele von Robins Beats wurden von Flo Badabum gemixt. Seine Freunde treten auch als Feature in den Titeln auf. Master X sei das „Brain“ der Truppe und für die Produktion verantwortlich, erklärt Kumpel Hype im Interview.

Die Texte hat DOX selbst geschrieben. Flo Badabum bringt das nötige DJ-Equipment an den Start. „Wir möchten erstmal alles alleine produzieren“, erklärt Robin. Die Tracks gingen dem Rapper geschmeidig von den Lippen. Doch das Konzert lockte an diesem Abend nicht so viele Menschen ins Jugendzentrum wie erwartet.

„Die hätten den Auftritt lieber im kleineren Café machen sollen“, findet „Pümpel“ Conrad, Gitarrist der Band Adv. Aber jeder fängt mal klein an, wie es so schön heißt. Die Texte sind jedenfalls abwechslungsreich und haben Ohrwurmpotenzial. Wen das DOX-Fieber gepackt hat, dem stehen die Songs zum kostenlosen Download im Netz zur Verfügung. „Das Ziel war es, dass man uns erstmal kennenlernt.“, begründet Robin Soho die Gratismusik. Die offizielle Fanseite findet sich auf Facebook.

Rund ein Jahr Arbeit steckt in der aktuellen LP. Für die Truppe ist es in erster Linie ein Hobby, das sie neben dem Studium betreiben. Zum Aufwärmen rappte die Gruppe „Flashbaq Project“. Die Jungs aus Kamp-Lintfort beschränken sich auf deutschen und aggressiven Hip-Hop.

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