Pferdesport

Henk Grewe aus Rheinberg ist erfolgreichster Galopptrainer

Durchschnittlich jedes vierte Pferd, das Henk Grewe trainiert und an Galopprennen teilnimmt, gewinnt.

Durchschnittlich jedes vierte Pferd, das Henk Grewe trainiert und an Galopprennen teilnimmt, gewinnt.

Foto: privat

Rheinberg.   In der Kategorie In- und Ausland bekam Grewe zum ersten Mal die Auszeichnung. Seine Jugend verbrachte der 36-Jährige in Rheinberg.

Vielleicht wäre Henk Grewe heute auch Profitischtennisspieler, wenn er in jungen Jahren nicht vor einer großen Entscheidung gestanden hätte, die da lautete: Tischtennis oder Pferdesport? Mit 15 Jahren entschied er sich fürs Reiten und gegen den Ballsport, den er beim Tus Rheinberg erfolgreich in der Jugendmannschaft betrieb. „Das war definitiv die richtige Entscheidung“, sagt Grewe heute. Denn: Der 36-Jährige wurde erst kürzlich zum erfolgreichsten Galopptrainer Deutschlands in der Kategorie In- und Ausland für das Jahr 2018 ausgezeichnet.

Es ist die erste Auszeichnung für den Pferdetrainer. „Es ist ein schöner Erfolg, dass die Arbeit so gewürdigt wird. Schließlich ist der Job sehr zeitintensiv“, erklärt er. Henk Grewe ist in Rheinberg aufgewachsen, hat dort den Kindergarten, die Grundschule und das Gymnasium besucht. Seine Mutter Monika Danziger-Grewe betreibt seit vielen Jahren eine Praxis für Physiotherapie auf der Bahnhofstraße. Geritten ist Grewe seit seiner Kindheit, seine Eltern besaßen schon ein Rennpferd. Vom Niederrhein aus hat er dann seine Jockey-Karriere gestartet. „Jockey ist ein ganz normaler Lehrberuf“, erzählt Grewe. 2002 dann einer seiner ersten großen Erfolge: Grewe wurde deutscher Amateurmeister.

Seit fünf Jahren arbeitet er nun schon als Trainer fürs Galoppreiten, schaut welche Pferde an welchem Rennen laufen könnten. Das macht Grewe nicht allein: Insgesamt 20 Angestellte hat er, die die Tiere vorbereiten. Rund 90 Pferde, die mehrmals an Turnieren teilnehmen, trainiert er derzeit in seinem eigenen Trainingsbetrieb in Köln. Dieser ist das zweitgrößte Quartier in Deutschland.

94 Rennen hat Grewe mit seinen Tieren im vergangenen Jahr gewonnen – mit dieser Bilanz war er der beste Trainer. Die Rangliste berücksichtigt alle in Deutschland trainierten Pferde sowie ausländische Pferde, die in Deutschland gelaufen sind. Die Liste führt Grewe mit Abstand an. Auf Platz zwei folgt ein Trainer mit 67 Siegen. „Durchschnittlich gewinnt jedes vierte Pferd, das ich zuvor trainiert habe.“

In Deutschland begleitet er fast alle Rennen. „Wir sind auch viel im Ausland aktiv. Vor allem in Frankreich ist der Rennsport auch viel größer als in Deutschland.“ Zeit, seine Heimat Kalkar oder den Ort, an dem er seine Jugend verbracht hat, zu besuchen, bleibt da kaum. Überrascht war er, als er im Gespräch mit der NRZ neugierig fragte und erfuhr, dass es sogar noch das Underberg-Bad gebe, das er als Jugendlicher gerne besucht habe.

„Ich erinnere mich gerne an die Zeit zurück, die ich am Niederrhein und in Rheinberg verbracht habe“, betont Grewe. Auf seiner Auszeichnung ruht sich der Wahlkölner nun übrigens nicht aus: Für dieses Jahr hat sich der Reittrainer bereits ein neues Ziel gesetzt. Er versucht der erfolgreichste Trainer ausschließlich für deutsche Siege zu werden.

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